Kein Insol­venz­geld für Repa­ra­tur­kos­ten

Streckt ein Arbeit­neh­mer sei­nem Arbeit­ge­ber die Repa­ra­tur­kos­ten für den Dienst­wa­gen vor, kann er im Fall der Insol­venz kei­ne Erstat­tung der Kos­ten im Rah­men des Insol­venz­gelds ver­lan­gen.

Kein Insol­venz­geld für Repa­ra­tur­kos­ten

In einem jetzt vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len ent­schie­de­nen Rechts­streit klag­te ein Arbeit­neh­mer, der sei­nen Dienst­wa­gen Mar­ke Ran­ge Rover auch pri­vat nut­zen durf­te und mehr­fach zur Repa­ra­tur gebracht hat­te. Wegen der schlech­ten Zah­lungs­mo­ral des Arbeit­ge­bers hat­ten die Werk­stät­ten jeweils auf sofor­ti­ge Bar­zah­lung durch den Klä­ger bestan­den. Sei­nem Ver­such, nach der Insol­venz sei­nes Arbeit­ge­bers die Repa­ra­tur­kos­ten als Teil des Insol­venz­gelds vom Insol­venz­ver­wal­ter zurück­zu­er­hal­ten, blieb jetzt auch vor dem Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len in Essen der Erfolg ver­wehrt. Das von der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung zu zah­len­de Insol­venz­geld soll nach Ansicht der Esse­ner Lan­des­so­zi­al­rich­ter allein das aus­ge­fal­le­ne Arbeits­ent­gelt erset­zen. Kos­ten für die Repa­ra­tur eines selbst genutz­ten Dienst­wa­gens gehör­ten nicht zu die­sem Ent­gelt. Anders als z.B Spe­sen oder Ben­zin­kos­ten sei­en Repa­ra­tur­kos­ten nicht als Gegen­leis­tung des Arbeit­ge­bers für die Arbeits­leis­tung des Arbeit­neh­mers zu zah­len.

Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len, Urteil vom 01. Okto­ber 2009 – L 9 AL 89/​07 (nicht rechts­kräf­tig, Revi­si­on zuge­las­sen)