Kei­ne Rund­funk­ge­bühr für rote Kenn­zei­chen

Ein Kfz-Betrieb muss nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts des Saar­lands für die ihm zuge­teil­ten “roten Kenn­zei­chen” kei­ne Rund­funk­ge­bühr gezah­len.

Kei­ne Rund­funk­ge­bühr für rote Kenn­zei­chen

Ein dem Kfz-Betrieb gemäß § 16 Abs. 3 Fahr­zeug-Zulas­sungs­ver­ord­nung zuge­teil­tes “rotes Kenn­zei­chen”, das den Inha­ber berech­tigt, die­ses Kenn­zei­chen an ver­schie­de­nen Fahr­zeu­gen anzu­brin­gen, um die­se zu Prüfungs‑, Pro­be- und Über­füh­rungs­fahr­ten in Betrieb zu neh­men, recht­fer­tigt, so das VG, kei­ne pau­scha­le Gebüh­ren­er­he­bung. Denn anders als etwa Vor­führ­wa­gen sind die Fahr­zeu­ge, die mit Rot­kenn­zei­chen ver­se­hen in Betrieb genom­men wer­den, nicht zuge­las­sen. § 16 Abs. 3 FZV stellt inso­weit ledig­lich eine Aus­nah­me­re­ge­lung dar, nach der nicht zuge­las­se­ne Fahr­zeu­ge zu bestimm­ten, eng umris­se­nen Zwe­cken in Betrieb genom­men wer­den dür­fen.

Die von der GEZ bzw. der Lan­des­rund­funk­an­stalt vor­ge­nom­me­ne durch­gän­gi­ge pau­scha­lie­ren­de Anknüp­fung der Rund­funk­ge­büh­ren­pflicht an die Anzahl der von einem Kfz-Betrieb vor­ge­hal­te­nen Kenn­zei­chen ist damit aber nicht mög­lich, denn es ent­spricht nicht der Lebens­wirk­lich­keit, dass “rote Kenn­zei­chen” typi­scher­wei­se nur an Fahr­zeu­gen ange­bracht wer­den, bei denen die Hal­ter­ei­gen­schaft des Betrei­bers des Kfz-Betrie­bes fest­steht, im Gegen­teil wer­den die­se Kenn­zei­chen oft­mals gera­de an sol­chen Fahr­zeu­gen ange­bracht, deren Hal­ter gera­de ein Ande­rer, näm­lich der jewei­li­ge Kun­de, ist.