Alters­dis­kri­mi­nie­rung durch Betriebs­ver­ein­ba­rung zum Mit­ar­bei­ter­schutz

Die Unwirk­sam­keits­fol­ge des § 7 Abs. 2 AGG gilt für Ver­ein­ba­run­gen aller Art und damit auch für Betriebs- und Dienst­ver­ein­ba­run­gen.

Alters­dis­kri­mi­nie­rung durch Betriebs­ver­ein­ba­rung zum Mit­ar­bei­ter­schutz

Ver­folgt eine Dienst­ver­ein­ba­rung über Umset­zun­gen das Ziel, Arbeit­neh­mer vor mög­li­cher­wei­se alters­be­dingt stei­gen­den Belas­tun­gen zu schüt­zen, stellt dies ein legi­ti­mes sozi­al­po­li­ti­sches Ziel iSv. § 10 Satz 1 AGG dar.

Es ist zwei­fel­haft, ob ein Erfah­rungs­satz besteht, wonach es Arbeit­neh­mern mit zuneh­men­dem Alter wegen sin­ken­der Fle­xi­bi­li­tät regel­mä­ßig schwe­rer fällt, nach Ver­set­zung unter ver­än­der­ten Umstän­den zu arbei­ten. In der Recht­spre­chung ist ledig­lich aner­kannt, dass die phy­si­sche Belast­bar­keit mit zuneh­men­dem Alter abnimmt.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 13. Okto­ber 2009 – 9 AZR 722/​08