Arbeits­zeug­nis – und die Anga­be des Aus­tritts­da­tums

Es hält sich im Rah­men des For­mu­lie­rungs­rechts der Arbeit­ge­be­rin, wenn sie im Ein­lei­tungs­satz nur das Ein­tritts, nicht aber das Aus­tritts­da­tum angibt.

Arbeits­zeug­nis – und die Anga­be des Aus­tritts­da­tums

Die Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hes­sen vom 23.09.2008 [1] ver­hält sich zu der Fra­ge, wo das Aus­tritts­da­tum im Arbeits­zeug­nis ange­ge­ben wer­den muss, nicht, son­dern nur dazu, dass das rich­ti­ge Datum anzu­ge­ben ist. In der Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hamm vom 27.02.1997 [2] war die Anga­be der Dau­er des Arbeits­ver­hält­nis­ses im Ein­gangs­satz zwi­schen den Par­tei­en nicht strei­tig. Die ent­spre­chen­den Aus­füh­run­gen sind daher auch nicht für die Ent­schei­dung tra­gend. Etwa im vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall, der dem Urteil vom 14.10.2003 [3] zugrun­de lag, ist die Anga­be (allein) des Ein­tritts­da­tums im Ein­lei­tungs­satz unbe­an­stan­det geblie­ben.

Zutref­fend und selbst­ver­ständ­lich ist, dass das Datum der Been­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses im Zeug­nis anzu­ge­ben ist. Die­ser Anfor­de­rung genügt die Anga­be im letz­ten Satz. Die Anga­be im letz­ten Satz führt auch nicht zu einer etwai­gen Unüber­sicht­lich­keit des Zeug­nis­ses.

Eine all­ge­mei­ne Üblich­keit, dass die Anga­be von Beginn und Ende des Ein­tritts­da­tums im Ein­lei­tungs­satz eines Zeug­nis­ses erfolgt, kann das Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein nicht fest­stel­len.

Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Urteil vom 7. Novem­ber 2017 – 1 Sa 29/​17

  1. LAG Hes­sen, Beschluss vom 23.09.2008 – 12 Ta 250/​08[]
  2. LAG Hamm, Urteil vom 27.02.1997 – 4 Sa 1691/​96[]
  3. BAG, Urteil vom 14.10.2003 – 9 AZR 12/​03[]