Der Streit um den Zusatz­ur­laub – und die Elementenfeststellungsklage

Der Umfang zukünf­ti­ger Ansprü­che auf (tarif­li­chen) Zusatz­ur­laub kan im Wegen einer Ele­men­ten­fest­stel­lungs­kla­ge gekärt wer­den, § 256 Abs. 1 ZPO.

Der Streit um den Zusatz­ur­laub – und die Elementenfeststellungsklage

Der Arbeit­neh­mer kann sein Kla­ge­be­geh­ren zuläs­si­ger­wei­se auf den Umfang des jähr­li­chen Zusatz­ur­laubs beschränkt (sog. Ele­men­ten­fest­stel­lungs­kla­ge)1, ohne dass dem Fest­stel­lungs­be­geh­ren der grund­sätz­li­che Vor­rang der Leis­tungs­kla­ge2 ent­ge­gen­steht3

Hat­der Arbeit­neh­mer zunächst eine nach § 256 Abs. 1 ZPO zuläs­si­ge Fest­stel­lungs­kla­ge erho­ben, ister nicht gehal­ten, auf­grund eines „über­ho­len­den Ereig­nis­ses“, dem im Ver­lauf des Beru­fungs­ver­fah­rens erfolg­ten Ablauf des Urlaubs­jah­res, inso­weit zur Leis­tungs­kla­ge über­zu­ge­hen4.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 16. Febru­ar 2021 – 9 AZR 176/​20

  1. vgl. hier­zu BAG 3.12.2019 – 9 AZR 54/​19, Rn. 12[]
  2. vgl. hier­zu BAG 23.09.2014 – 9 AZR 827/​12, Rn. 13[]
  3. vgl. im Ein­zel­nen BAG 10.10.2010 – 9 AZR 554/​09, Rn. 30[]
  4. vgl. BAG 22.02.2012 – 4 AZR 580/​10, Rn.20[]

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