Die Auf­stel­lung des Gesamt­per­so­nal­plans und die Betei­li­gung des Per­so­nal­rats

Die bei haus­halts­recht­li­chen Stel­len­plä­nen vor­ge­se­he­ne Betei­li­gung des Per­so­nal­rats kann auf die Per­so­nal­pla­nung der Spar­kas­se nicht über­tra­gen wer­den.

Die Auf­stel­lung des Gesamt­per­so­nal­plans und die Betei­li­gung des Per­so­nal­rats

So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück in dem hier vor­lie­gen­den Fall bezüg­lich der Betei­li­gungs­pflicht des Per­so­nal­rat der Stadt­spar­kas­se Osna­brück bei der jähr­li­chen Auf­stel­lung des Gesamt­per­so­nal­plans ent­schie­den.

Im Jahr 2005 hat eine Novel­lie­rung des Nie­der­säch­si­schen Spar­kas­sen­ge­set­zes statt­ge­fun­den, durch die den Spar­kas­sen eine grö­ße­re wirt­schaft­li­che Frei­heit ein­ge­räumt wer­den soll­te. Dabei ist unter ande­rem die gesetz­li­che Ver­pflich­tung der Spar­kas­sen zur Auf­stel­lung eines haus­halts­recht­li­chen Stel­len­pla­nes abge­schafft und durch eine am pri­va­ten Wirt­schafts­recht ori­en­tier­te Per­so­nal­pla­nung ersetzt wor­den.

In sei­ner Ent­schei­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück aus­ge­führt, dass die bei haus­halts­recht­li­chen Stel­len­plä­nen vor­ge­se­he­ne Betei­li­gung des Per­so­nal­rats auf die Per­so­nal­pla­nung der Spar­kas­se nicht über­tra­gen wer­den kön­ne. Wäh­rend Stel­len­plä­ne i.S.d. Haus­halts­rechts ins­be­son­de­re die Auf­ga­be hät­ten, die Anzahl der für Beam­te und ande­re Beschäf­tig­te zur Ver­fü­gung ste­hen­den Stel­len ver­bind­lich zu regeln und zu begren­zen, kom­me der Gesamt­per­so­nal­plan der Spar­kas­se die­se Funk­ti­on nicht zu. In ähn­li­cher Wei­se, wie das Betriebs­ver­fas­sungs­recht für pri­va­te Ban­ken im Wesent­li­chen nur ein Infor­ma­ti­ons­recht des Betriebs­ra­tes vor­se­he, ver­hal­te es sich beim Per­so­nal­rat der Spar­kas­se, der über die Per­so­nal­pla­nung zwar zu infor­mie­ren sei, des­sen Ein­ver­neh­men es jedoch nicht bedür­fe.

Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück, Beschluss vom 15. April 2014 – 8 A 3/​13