Feri­en­jobs

Feri­en­zeit ist immer auch die Zeit für älte­re Schü­ler, ihr Taschen­geld auf­zu­bes­sern. Bei der Beschäf­ti­gung von Schü­lern müs­sen jedoch die Kin­der- und Jugend­ar­beits­schutz­be­stim­mun­gen beach­tet wer­den, mit denen Kin­der und Jugend­li­che vor nicht alters­ge­mä­ßen Belas­tun­gen und mög­li­chen Fol­ge­schä­den der Arbeit geschützt wer­den sol­len:

Feri­en­jobs

Kin­der unter 13 Jah­re[↑]

Kin­der unter 13 Jah­re dür­fen nicht beschäf­tigt wer­den, auch nicht für einen Feri­en­job. Für sie gilt ein gene­rel­les Arbeits­ver­bot.

Kin­der ab 13 Jah­re[↑]

Ab 13 Jah­re dür­fen Kin­der und Jugend­li­che – unab­hän­gig von der Feri­en­zeit – die in der Kin­der­ar­beits­schutz­ver­ord­nung fest­ge­leg­ten „leich­ten Tätig­kei­ten“ aus­üben. Hier­nach sind – mit Zustim­mung der Eltern – etwa erlaubt:

  • Baby­sit­ten,
  • Nach­hil­fe­un­ter­richt.
  • Aus­tra­gen von Zei­tun­gen und Wer­be­pro­spek­ten,
  • Arbei­ten in Haus­halt und Gar­ten,

Die täg­li­che Arbeits­zeit darf zwei Stun­den – in land­wirt­schaft­li­chen Fami­li­en­be­trie­ben drei Stun­den – nicht über­schrei­ten. Die Tätig­keit darf nur zwi­schen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr und nicht vor oder wäh­rend des Schul­un­ter­richts aus­ge­übt wer­den. Sonn­tags und an Fei­er­ta­gen ist ein Arbei­ten nicht mög­lich, die­se Tage müs­sen grund­sätz­lich arbeits­frei blei­ben.

Schul­pflich­ti­ge Jugend­li­che ab 15 Jah­re[↑]

Zusätz­lich hier­zu dür­fen noch schul­pflich­ti­ge Jugend­li­che ab 15 Jah­re wäh­rend der Schul­fe­ri­en für höchs­tens vier Wochen im Kalen­der­jahr einer Beschäf­ti­gung nach­ge­hen. Soweit kei­ne Schul­pflicht mehr besteht, ist eine Tätig­keit auch über vier Wochen hin­aus mög­lich.

Auch für die­se Jugend­li­chen ist die Arbeits­zeit ein­ge­schränkt: Die Tätig­keit darf nur zwi­schen 6.00 Uhr und 20.00 Uhr aus­ge­übt wer­den, und die Sonn­ta­ge und Fei­er­ta­ge müs­sen auch hier grund­sätz­lich arbeits­frei blei­ben.

Des­wei­te­ren sind auch für Jugend­li­che bestimm­te Arbei­ten aus­ge­schlos­sen:

  • So sind alle Arbei­ten aus­ge­schlos­sen, die mit Unfall­ge­fah­ren ver­bun­den sind, die von den Jugend­li­chen wegen noch feh­len­dem Sicher­heits­be­wußt­sein nicht erkannt oder nicht abge­wen­det wer­den kön­nen.
  • Eben­falls aus­ge­schlos­sen ist eine Akkord­ar­beit.
  • Die maxi­ma­le Arbeits­zeit darf nicht über­schrit­ten wer­den:
    • maxi­mal acht Stun­den täg­lich und
    • maxi­mal 40 Stun­den wöchent­lich.