Geschäfts­la­ge des Bun­des­ar­beits­ge­richts

Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat einen Über­blick über sei­ne Geschäfts­la­ge im abge­lau­fe­nen Jahr 2017 gege­ben: Im Geschäfts­jahr 2017 gin­gen 2.032 Sachen ein, davon waren 33,2 % Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den in Beschluss­ver­fah­ren. Erle­digt wur­den 2.429 Sachen. Von den erle­dig­ten Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den waren 29,1 % erfolg­reich. Die Erfolgs­quo­te bei den Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den betrug 5,6 %. Anhän­gig sind am Ende des Berichts­jah­res noch 1.242 Sachen. Die durch­schnitt­li­che Ver­fah­rens­dau­er aller erle­dig­ten Ver­fah­ren belief sich beim Bun­des­ar­beits­ge­richt auf acht Mona­te zwölf Tage.

Geschäfts­la­ge des Bun­des­ar­beits­ge­richts

Ins­ge­samt gin­gen im Geschäfts­jahr 2017 2.032 Sachen ein (Vor­jahr 2.376 Sachen). 33,22 Pro­zent der Ein­gän­ge (675 Sachen) ent­fie­len auf Revi­si- onen und Rechts­be­schwer­den im Beschluss­ver­fah­ren. Wei­te­re 56,69 Pro­zent der Ein­gän­ge ent­fie­len auf Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den (1.152 Sachen). Seit dem 17. Novem­ber 2016 ist nach § 77 ArbGG auch gegen die Nicht­zu­las­sung der Revi­si­ons­be­schwer­de in einem die Beru­fung als unzu­läs­sig ver­wer­fen­den Beschluss eine Beschwer­de statt­haft. Die­se Ver­fah­ren wer­den beim Bun­desar- beits­ge­richt unter dem Akten­zei­chen „AZM“ geführt. Im ver­gan­ge­nen Jahr gin­gen 15 der­ar­ti­ge Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den ein. Gegen­über dem Vor­jahr stellt dies hin­sicht­lich der Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den im Beschluss- ver­fah­ren einen Rück­gang um 29,98 Pro­zent dar (Vor­jahr 964 Sachen). Die Zahl der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den ist gegen­über dem Vor­jahr um 10,14 Pro­zent (1.282 Sachen) zurück­ge­gan­gen.

Hin­zu kamen 64 (Vor­jahr 59) Revi­si­ons- bzw. Rechts­be­schwer­den in Be- schwer­de­ver­fah­ren, 133 Anträ­ge auf Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe au- ßer­halb eines anhän­gi­gen Ver­fah­rens sowie acht sons­ti­ge Ver­fah­ren.

Im Jahr 2017 sind 2.429 Sachen erle­digt wor­den (Vor­jahr 2.195 Sachen). Es han­del­te sich um 1.049 Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den in Beschluss- ver­fah­ren sowie 1.189 (Vor­jahr 1.301) Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den. Dane­ben wur­den noch 74 Revi­si­ons- bzw. Rechts­be­schwer­den in Beschwer­de­ver­fah­ren, 109 Anträ­ge auf Bewil­li­gung von Pro­zess­kos­ten­hil­fe außer­halb eines anhän­gi- gen Ver­fah­rens sowie acht sons­ti­ge Ver­fah­ren erle­digt. Ins­ge­samt sind im Ver- gleich zum Vor­jahr 10,66 Pro­zent Ver­fah­ren mehr erle­digt wor­den. Es wur­den 34,83 Pro­zent mehr Revi­si­ons- und Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren abge­schlos- sen (Vor­jahr 778). Die Zahl der erle­dig­ten Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den ist um 8,61 Pro­zent gesun­ken.

Von den erle­dig­ten Revi­sio­nen und Rechts­be­schwer­den hat­ten unter Berück- sich­ti­gung der Zurück­ver­wei­sun­gen 305 Erfolg, das ent­spricht einer Erfolgs­quo- te von 29,08 Pro­zent gegen­über 27,6 Pro­zent (215 Sachen) im Vor­jahr. Von den Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den waren 66 Beschwer­den (5,55 Pro­zent – im Vor­jahr 121 ent­spre­chend 9,3 Pro­zent) erfolg­reich. Anhän­gig sind am Ende des Berichts­jah­res noch 1.242 Sachen (Vor­jahr 1.639; 2015: 1.458; 2014: 1.602; 2013: 1.911; 2012: 1.883; 2011: 2.099; 2010: 1.511; 2009: 1.673; 2008: 1.714; 2007: 1.718); davon sind 846 Revi­sio­nen (Vor­jahr 1.206).

Dem Gro­ßen Senat des Bun­des­ar­beits­ge­richts liegt der­zeit kei­ne Sache vor. Gegen ver­schie­de­ne Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ar­beits­ge­richts sind beim Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt Beschwer­den anhän­gig.

Geschäfts­ent­wick­lung nach Rechts­ge­bie­ten

Ein­gän­ge Erle­di­gun­gen Bestand
abs. (proz.) abs. (proz.) abs. (proz.)
Been­di­gung von Arbeits­ver­hält­nis­sen (Kün­di­gun­gen, befris­te­te Arbeits­ver­hält­nis­se; ohne Kün­di­gun­gen nach § 613a BGB) 396 (19,49 %) 487 (20,05 %) 163 (13,12 %)
Tarif­ver­trags­recht und Tarif­ver­trags­aus­le­gung (einschl. Ein­grup­pie­rung) 309 (15,21 %) 398 (16,39 %) 249 (20,05 %)
Arbeits­ent­gelt 291 (14,32 %) 288 11,86 % 143 (11,51 %)
Betriebs­ver­fas­sung und Per­so­nal­ver­tre­tung 283 (13,93 %) 302 12,43 % 241 (19,40 %)
Ruhe­geld (einschl. Vor­ru­he­stand) und Alters­teil­zeit 211 (10,38 %) 233 (9,59 %) 161 (12,96 %)
Sons­ti­ge 542 (26,67 %) 721 (29,68 %) 285 (22,95 %)
Sum­me 2.032 2.429 1.242