Gleich­be­hand­lung von Arbei­ter und Ange­stell­ten im Ver­sor­gungs-Tarif­ver­trag

Der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz greift nicht ein, wenn der Arbeit­ge­ber tarif­ver­trag­li­che Nor­men anwen­det. Dies gilt auch dann, wenn der Tarif­ver­trag man­gels Tarif­ge­bun­den­heit des Arbeit­neh­mers nicht unmit­tel­bar und zwin­gend, son­dern ledig­lich auf­grund einer arbeits­ver­trag­li­chen Inbe­zug­nah­me Anwen­dung fin­det.

Gleich­be­hand­lung von Arbei­ter und Ange­stell­ten im Ver­sor­gungs-Tarif­ver­trag

Die §§ 23, 24 des Tarif­ver­tra­ges über eine Betriebs­ren­te für die Arbeit­neh­mer der Dort­mun­der Stadt­wer­ke AG (DSW) und der Dort­mun­der Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gung GmbH (DEW) vom 21. Juli 2004 ent­hal­ten kei­ne allein an den unter­schied­li­chen Sta­tus von Arbei­tern und Ange­stell­ten anknüp­fen­den Bestim­mun­gen, son­dern neh­men für die Berech­nung der Start­gut­schrif­ten auf für Arbei­ter und Ange­stell­te jeweils unter­schied­li­che tarif­ver­trag­li­che Ver­sor­gungs­re­ge­lun­gen und damit mit­tel­bar auf für Arbei­ter und Ange­stell­te jeweils unter­schied­li­che Ver­gü­tungs­sys­te­me – den BAT und den BMT‑G – Bezug.

Die Unter­schie­de zwi­schen den mit­tel­bar in Bezug genom­me­nen Rege­lun­gen des BAT und des BMT‑G über die Ent­gelt­struk­tur und die Ent­gelt­fin­dung sind von sol­cher Art und sol­chem Gewicht, dass sie eine unter­schied­li­che Behand­lung bei der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung recht­fer­ti­gen.

Bun­des­ar­beits­ge­richt,