Revi­si­ons­be­grün­dung im Arbeits­recht

Nach § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 ZPO gehört zum not­wen­di­gen Inhalt der Revi­si­ons­be­grün­dung die Anga­be der Revi­si­ons­grün­de.

Revi­si­ons­be­grün­dung im Arbeits­recht

Bei Sach­rü­gen sind die­je­ni­gen Umstän­de bestimmt zu bezeich­nen, aus denen sich die Rechts­ver­let­zung ergibt (§ 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ZPO). Die Revi­si­ons­be­grün­dung muss den ange­nom­me­nen Rechts­feh­ler des Lan­des­ar­beits­ge­richts in einer Wei­se ver­deut­li­chen, die Gegen­stand und Rich­tung des Revi­si­ons­an­griffs erken­nen lässt.

Das erfor­dert eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den tra­gen­den Grün­den der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung. Der Revi­si­ons­füh­rer muss dar­le­gen, war­um er die Begrün­dung des Beru­fungs­ge­richts für unrich­tig hält 1.

Hier­zu genügt weder die blo­ße Wie­der­ga­be des bis­he­ri­gen Vor­brin­gens 2 noch eine blo­ße Dar­stel­lung ande­rer Rechts­an­sich­ten ohne jede Aus­ein­an­der­set­zung mit den Grün­den des Beru­fungs­ur­teils 3.

Bun­des­ar­beits­ge­richt, Urteil vom 28. Sep­tem­ber 2016 – 7 AZR 248/​14

  1. vgl. etwa BAG 28.09.2016 – 7 AZR 377/​14, Rn. 11; 9.12 2014 – 1 AZR 146/​13, Rn. 15[]
  2. BAG 20.06.2013 – 8 AZR 482/​12, Rn.20[]
  3. BAG 18.05.2011 – 10 AZR 346/​10, Rn. 10[]