Exter­ne Tei­lung – und die Benen­nung der Ver­sor­gung in der Beschluss­for­mel

Bei der exter­nen Tei­lung besteht kein Bedürf­nis dafür, in der Beschluss­for­mel die Fas­sung oder das Datum der zu Grun­de lie­gen­den Ver­sor­gung zu benen­nen 1.

Exter­ne Tei­lung – und die Benen­nung der Ver­sor­gung in der Beschluss­for­mel

Die inter­ne Tei­lung erfolgt durch rich­ter­li­chen Gestal­tungs­akt, bezo­gen auf das Ende der Ehe­zeit als Bewer­tungs­stich­tag. Mit Wirk­sam­keit der Ent­schei­dung geht der über­tra­ge­ne Teil des Anrechts in Höhe des auf den Stich­tag bezo­ge­nen Aus­gleichs­werts unmit­tel­bar auf die aus­gleichs­be­rech­tig­te Per­son über. Die damit ver­bun­de­ne rechts­ge­stal­ten­de Wir­kung der gericht­li­chen Ent­schei­dung erfor­dert eine genaue Bezeich­nung der Art und Höhe des für den Berech­tig­ten zu über­tra­gen­den Ver­sor­gungs­an­rechts, und zwar bei unter­ge­setz­li­chen Regel­wer­ken durch Anga­be der maß­geb­li­chen Ver­sor­gungs­re­ge­lung. Der Voll­zug der inter­nen Tei­lung im Ein­zel­nen rich­tet sich dann nach den Rege­lun­gen über das aus­zu­glei­chen­de und das zu über­tra­gen­de Anrecht (§ 10 Abs. 3 VersAus­glG), also nach den für das betref­fen­de Ver­sor­gungs­sys­tem gel­ten­den Vor­schrif­ten 2. Bei der inter­nen Tei­lung ist die genaue Bezeich­nung der maß­geb­li­chen Ver­sor­gungs­re­ge­lun­gen im Tenor der gericht­li­chen Ent­schei­dung somit gebo­ten, um den kon­kre­ten Inhalt des durch rich­ter­li­chen Gestal­tungs­akt für den Aus­gleichs­be­rech­tig­ten bei dem Ver­sor­gungs­trä­ger geschaf­fe­nen Anrechts klar­zu­stel­len.

Einer sol­chen Klar­stel­lung bedarf es dem­ge­gen­über bei der exter­nen Tei­lung nach § 14 VersAus­glG nicht. Denn die­se voll­zieht sich dadurch, dass das Fami­li­en­ge­richt die Tei­lung des ehe­zeit­lich erwor­be­nen Ver­sor­gungs­an­teils anord­net und der Ver­sor­gungs­trä­ger, bei dem das aus­zu­glei­chen­de Anrecht besteht, den Aus­gleichs­wert als Zahl­be­trag an den Ziel­ver­sor­gungs­trä­ger ent­rich­tet; den Zahl­be­trag setzt das Gericht bei sei­ner Ent­schei­dung fest. In der Anord­nung der Tei­lung und in der Fest­set­zung des Zahl­be­tra­ges erschöpft sich in Bezug auf das aus­zu­glei­chen­de Anrecht die Wir­kung der gericht­li­chen Ent­schei­dung bei der exter­nen Tei­lung.

Die Fra­ge, wel­chen Inhalt das der aus­gleichs­pflich­ti­gen Per­son nach der exter­nen Tei­lung im Ver­sor­gungs­sys­tem sei­nes Ver­sor­gungs­trä­gers ver­blei­ben­de Anrecht hat, beur­teilt sich nach den für die Ver­sor­gung maß­geb­li­chen Rechts­grund­la­gen, ins­be­son­de­re der Ver­sor­gungs­ord­nung und der Tei­lungs­ord­nung. Deren Anwend­bar­keit zur Bestim­mung von Art und Höhe des gekürz­ten Anrechts ergibt sich aber unmit­tel­bar aus dem bestehen­den Ver­sor­gungs­ver­hält­nis zwi­schen der aus­gleichs­pflich­ti­gen Per­son und sei­nem Ver­sor­gungs­trä­ger und nicht auf­grund einer in die Ent­schei­dungs­for­mel auf­zu­neh­men­den fami­li­en­ge­richt­li­chen Kon­kre­ti­sie­rung. Eine genaue Bezeich­nung die­ser Rechts­grund­la­gen ist daher nicht gebo­ten.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 19. Novem­ber 2014 – XII ZB 353/​12

  1. vgl. BGH, Beschlüs­se vom 29.05.2013 XII ZB 663/​11 Fam­RZ 2013, 1546 Rn. 10 ff.; und vom 23.01.2013 XII ZB 541/​12 Fam­RZ 2013, 611 Rn. 8 ff.[]
  2. vgl. dazu BGH, Beschluss vom 26.01.2011 XII ZB 504/​10 Fam­RZ 2011, 547 Rn. 22 ff.[]