Tei­lung einer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung im Ver­sor­gungs­aus­gleich

Die inter­ne Tei­lung eines Anrechts nach § 10 VersAus­glG erfolgt durch rich­ter­li­chen Gestal­tungs­akt und muss des­halb Art und Höhe des für den Berech­tig­ten zu über­tra­gen­den Ver­sor­gungs­an­rechts genau bezeich­nen und dabei auch die für die­ses Anrecht maß­geb­li­che Ver­sor­gungs­re­ge­lung nen­nen. Setzt sich das Ver­sor­gungs­an­recht (z.B. bei der Daim­ler AG) aus ver­schie­de­nen Bau­stei­nen zusam­men, so ist die Auf­tei­lung des Aus­gleichs­wer­tes auf die ver­schie­de­nen Bau­stei­ne im Tenor der gericht­li­chen Ent­schei­dung aus­zu­spre­chen. Die inter­ne Tei­lung muss Art und Höhe des für den Berech­tig­ten zu über­tra­gen­den Ver­sor­gungs­an­rechts genau bezeich­nen und dabei auch die für die­ses Anrecht maß­geb­li­che Ver­sor­gungs­re­ge­lung nen­nen 1.

Tei­lung einer betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung im Ver­sor­gungs­aus­gleich

Dage­gen ist ein geson­der­ter Aus­spruch der Kür­zung des Ver­sor­gungs­gut­ha­bens der aus­gleichs­pflich­ti­gen Per­son im Tenor nicht erfor­der­lich. Die Kür­zung des Ver­sor­gungs­gut­ha­bens und die Ver­tei­lung der Kür­zung auf die ein­zel­nen Bau­stei­ne ergibt sich bereits aus der Sys­te­ma­tik der inter­nen Tei­lung.

Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he, Beschluss vom 27. Dezem­ber 2010 – 2 UF 147/​10

  1. Johannsen/​Henrich/​Holzwarth, Fami­li­en­recht, 5. Aufl., § 10 VersAus­glG Rn. 10[]