Ver­län­ge­rung einer Unter­brin­gungs­maß­nah­me

Im Ver­fah­ren betref­fend die Ver­län­ge­rung einer Unter­brin­gungs­maß­nah­me gel­ten sämt­li­che Ver­fah­rens­ga­ran­ti­en für die Erst­ent­schei­dung unein­ge­schränkt, ins­be­son­de­re die zwin­gen­de Anhö­rung des Betrof­fe­nen gemäß § 319 FamFG 1.

Ver­län­ge­rung einer Unter­brin­gungs­maß­nah­me

Gemäß § 329 Abs. 2 Satz 1 FamFG gel­ten für die Ver­län­ge­rung der Geneh­mi­gung oder Anord­nung einer Unter­brin­gungs­maß­nah­me die Vor­schrif­ten für die erst­ma­li­ge Anord­nung oder Geneh­mi­gung ent­spre­chend. Das bedeu­tet, dass sämt­li­che Ver­fah­rens­ga­ran­ti­en für die Erst­ent­schei­dung unein­ge­schränkt auch im Ver­län­ge­rungs­ver­fah­ren gel­ten, ins­be­son­de­re die zwin­gen­de Anhö­rung des Betrof­fe­nen gemäß § 319 FamFG sowie die Ein­ho­lung eines Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­tens zum (Fort)Bestehen der Unter­brin­gungs­vor­aus­set­zun­gen gemäß § 321 FamFG 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Febru­ar 2016 – XII ZB 478/​15

  1. im Anschluss an BGH, Beschluss vom 16.09.2015 XII ZB 250/​15 Fam­RZ 2015, 2156[]
  2. BGH, Beschluss vom 16.09.2015 XII ZB 250/​15 Fam­RZ 2015, 2156 Rn. 10 mwN[]