Hartz IV: Kei­ne Rück­for­de­rung vom Ver­mie­ter

Vom Ver­mie­ter kön­nen zu Unrecht geleis­te­te Kos­ten der Unter­kunft und Hei­zung grund­sätz­lich nicht zurück gefor­dert wer­den.

Hartz IV: Kei­ne Rück­for­de­rung vom Ver­mie­ter

Wie das Sozi­al­ge­richt Karls­ru­he jetzt ent­schied, kön­nen vom Leis­tungs­trä­ger zu Unrecht erbrach­te Kos­ten der Unter­kunft und Hei­zung auch dann, wenn die Leis­tung direkt an den Ver­mie­ter aus­be­zahlt wor­den ist, grund­sätz­lich nur vom Hil­fe­be­dürf­ti­gen und nicht vom Ver­mie­ter zurück gefor­dert wer­den.

§ 53 Abs. 6 SGB I ist nur dann eine geeig­ne­te Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge für die gesamt­schuld­ne­ri­sche Inan­spruch­nah­me des Ver­mie­ters, wenn zwi­schen die­sem und dem Hil­fe­be­dürf­ti­gen ein Abtre­tungs­ver­trag geschlos­sen wor­den ist oder eine Ver­pfän­dung statt­ge­fun­den hat. Hier­für genügt eine vom Hil­fe­be­dürf­ti­gen gegen­über dem Leis­tungs­trä­ger erklär­te Ein­wil­li­gung in die Aus­zah­lung an den Ver­mie­ter nicht.

Sozi­al­ge­richt Karls­ru­he. Urteil vom 26. März 2010 – S 17 AS 1435/​09
[Eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung die­ses Urteils fin­den Sie im Hartz­Bo­ten.]