Anhö­rungs­rü­ge und Gegen­vor­stel­lung

Durch die Schaf­fung und Regle­men­tie­rung der Anhö­rungs­rü­ge in allen Ver­fah­rens­ord­nun­gen zum 1. Janu­ar 2005 soll­te das Insti­tut der Gegen­vor­stel­lung nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Wird also mit einer ent­spre­chen­den Ein­ga­be nicht die Ver­let­zung des Anspruchs auf recht­li­ches Gehör gel­tend gemacht, ist die­se Ein­ga­be wei­ter­hin als Gegen­vor­stel­lung im her­kömm­li­chen Sin­ne zu wer­ten. Man­gels einer beson­de­ren Rechts­grund­la­ge ist die Gegen­vor­stel­lung ab 1. Janu­ar 2005 unmit­tel­bar auf Art. 19 Abs. 4 GG zu stüt­zen. Sie ist damit weder frist­ge­bun­den noch kos­ten­pflich­tig.

Anhö­rungs­rü­ge und Gegen­vor­stel­lung

Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 13. Okto­ber 2005 – IV S 10/​05