Über­ent­nah­me

Schuld­zin­sen sind gemäß § 4 Abs. 4a EStG nicht ein­kom­mens­min­dernd als Betriebs­aus­ga­ben abzieh­bar, soweit sie auf Über­ent­nah­men beru­hen. Der bei der Berech­nung der Über­ent­nah­me zugrun­de zu legen­de Gewinn ist der nach den nor­ma­len steu­er­li­chen Vor­schrif­ten errech­ne­te Gewinn, er ist auch maß­geb­lich für die Anwen­dung des § 4 Abs. 4a EStG.

Über­ent­nah­me

Der Gewinn­be­griff in § 4 Abs. 4a EStG ist man­gels einer beson­de­ren Bestim­mung in die­ser Vor­schrift i.S. des all­ge­mei­nen Gewinn­be­griffs in § 4 Abs. 1 EStG bzw. § 4 Abs. 3 EStG aus­zu­le­gen. Gewinn­min­dern­de Rück­la­gen und Abschrei­bun­gen sind für Zwe­cke der Fest­stel­lung einer Über­ent­nah­me dem steu­er­li­chen Gewinn eben­so wenig wie­der hin­zu­zu­rech­nen wie Rück­stel­lun­gen, Rech­nungs­ab­gren­zungs­pos­ten oder Wert­be­rich­ti­gun­gen.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 7. März 2006 – X R 44/​04