Heiz­kos­ten für ein denk­mal­ge­schütz­tes Schloß

Heiz- und Betriebs­kos­ten eines dem Denk­mal­schutz unter­ste­hen­den – zu eige­nen Wohn­zwe­cken genutz­ten – Schlos­ses sind steu­er­lich nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen abzugs­fä­hig, selbst wenn die regel­mä­ßi­ge Behei­zung zur Erhal­tung der his­to­ri­schen Gebäu­de­sub­stanz erfor­der­lich ist.

Heiz­kos­ten für ein denk­mal­ge­schütz­tes Schloß

Das Finanz­ge­richt Müns­ter konn­te bereits kei­ne steu­er­lich zu berück­sich­ti­gen­de Belas­tung des kla­gen­den Schloss­her­ren erken­nen, da mit der Behei­zung der Gegen­wert geschaf­fen wer­de, die Räu­me des Schlos­ses ganz­jäh­rig nut­zen zu kön­nen. Fer­ner berühr­ten die gel­tend gemach­ten Kos­ten den Bereich der per­sön­li­chen Wohn- und Lebens­ge­stal­tung und sei­en des­halb nicht – wie von § 33 EStG vor­aus­ge­setzt – außer­ge­wöhn­lich.

Zudem tref­fe den Klä­ger kei­ne durch Gesetz oder Ver­wal­tungs­akt kon­kre­ti­sier­te denk­mal­schutz­recht­li­che Ver­pflich­tung, das Schloss regel­mä­ßig ganz­jäh­rig zu behei­zen. Allein die Ver­pflich­tung des Klä­gers, das ererb­te Bau­denk­mal zu erhal­ten, begrün­de kei­ne beson­de­re – über das Zumut­ba­re hin­aus­ge­hen­de – Pflicht, die zur steu­er­li­chen Abzugs­fä­hig­keit der Kos­ten füh­re.

Finanz­ge­richt Müns­ter, Urteil vom 19. Novem­ber 2009 – 8 K 1089/​06 E