Aus­kunf­ser­su­chen wegen T‑Bonusaktien

Das im Jahr 2006 ohne Anga­be eines Schwel­len­werts gestell­te Aus­kunfts­er­su­chen der Steu­er­fahn­dung an eine säch­si­sche Bank alle Bank­kun­den zu benen­nen, die aus dem zwei­ten und drit­ten Bör­sen­gang der Tele­kom (2000 und 2002) Treue­ak­ti­en erhal­ten haben, ist nach einer Ent­schei­dung des Säch­si­schen Finanz­ge­richts unzu­läs­sig, wenn kein hin­rei­chend kon­kre­ter Anlass zur Ein­ho­lung der Aus­künf­te bestand.

Aus­kunf­ser­su­chen wegen T‑Bonusaktien

Ein sol­cher hin­rei­chend kon­kre­ter Anlass lässt sich nach Ansicht des FG auch nicht aus den Erkennt­nis­sen der Steu­er­fahn­dung eines baden-würt­tem­ber­gi­schen Finanz­am­tes ablei­ten. da die dor­ti­gen Ban­ken ihren Kun­den kei­nen Hin­weis über die Steu­er­pflicht der Bonus­ak­ti­en erteilt hat­ten, kapi­tal­kräf­ti­ge­re Bank­kun­den zu ver­mu­ten sind, die Höhe der Mehr­steu­ern durch­schnitt­lich unter 200 € lag und für die in 2000 erhal­te­nen Bonus­ak­ti­en regel­mä­ßig die Fest­set­zungs­frist abge­lau­fen sein dürf­te, so dass sich die Mehr­steu­ern noch­mals erheb­lich redu­zie­ren wür­den (3. Bör­sen­gang nur 20 v.H. der Ein­nah­men aus dem 2. Bör­sen­gang)

Säch­si­sches Finanz­ge­richt, Urteil vom 24. Okto­ber 2007 – 1 K 1925/​06