Die Arbeits­woh­nung im Zwei­fa­mi­li­en­haus

Die Nut­zung der zwei­ten abge­schlos­se­nen Woh­nung in einem vom Steu­er­pflich­ti­gen bewohn­ten Zwei­fa­mi­li­en­haus steht deren Ein­ord­nung als häus­li­ches Arbeits­zim­mer nicht ent­ge­gen [1]. Die bau­li­che Abge­schlos­sen­heit der Räu­me ist inso­weit uner­heb­lich.

Die Arbeits­woh­nung im Zwei­fa­mi­li­en­haus

Um ein „außer­häus­li­ches“ Arbeits­zim­mer wür­de es sich erst dann han­deln, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge, um aus dem Wohn­be­reich in die Arbeits­räu­me zu gelan­gen, zunächst das Haus ver­las­sen und/​oder eine auch von ande­ren Per­so­nen genutz­te und der All­ge­mein­heit zugäng­lich gemach­te Ver­kehrs­flä­che durch­que­ren müss­te [2].

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 13. Mai 2015 – III R 59/​13

  1. BFH, Urteil in BFHE 240, 121, BStBl II 2013, 374; Schmidt/​Heinicke, EStG, 34. Aufl., § 4 Rz 591[]
  2. BFH, Urteil vom 20.06.2012 – IX R 56/​10, BFH/​NV 2012, 1776[]