Haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen im Woh­nungs­ei­gen­tum

Wer Haushalts‑,Gar­ten-, oder Reno­vie­rungs­ar­bei­ten von einem selbst­stän­di­gen Unter­neh­mer erle­di­gen lässt, kann ab 2003 unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen 20 % der Kos­ten bis maxi­mal 600 ? direkt von sei­ner Ein­kom­men­steu­er abzie­hen. Dies gilt bei einer Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft nach Ansicht der Finanz­ver­wal­tung, der sich das Finanz­ge­richt Köln in einer jetzt ver­öf­fent­lich­ten Ent­schei­dung ange­schlos­sen hat, aller­dings nicht für die auf die ein­zel­nen Woh­nungs­ei­gen­tü­mer ent­fal­len­den antei­li­gen Kos­ten für Rei­ni­gung und Pfle­ge des Gemein­schafts­ei­gen­tums. Nach Auf­fas­sung des Finanz­ge­richts setzt die Gewäh­rung die­ser Steu­er­ermä­ßi­gung vor­aus, dass der Steu­er­pflich­ti­ge selbst Auf­trag­ge­ber der Dienst­leis­tun­gen ist. Damit schei­det die Steu­er­ermä­ßi­gung aber aus, soweit in Bezug auf das Gemein­schafts­ei­gen­tum die Eigen­tü­mer­ge­mein­schaft und nicht der ein­zel­ne Woh­nungs­ei­gen­tü­mer die Dienst­leis­tun­gen in Auf­trag gibt.

Haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen im Woh­nungs­ei­gen­tum

Das Finanz­ge­richt schloss sich damit der offi­zi­el­len Mei­nung der Finanz­ver­wal­tung an, hat aller­dings die Revi­si­on zum Bun­des­fi­nanz­hof in Mün­chen zuge­las­sen.

Finanz­ge­richts Köln, Urteil vom 24. Janu­ar 2006 – 5 K 2573/​05