Haus­li­che Arbeits­zim­mer für Ehe­gat­ten

Wel­chem Ehe­gat­ten sind die Auf­wen­dun­gen für ein von Ehe­gat­ten betrieb­lich genutz­tes häus­li­ches Arbeits­zim­mer zuzu­ord­nen? Der Bun­des­fi­nanz­hof gibt eine prak­ma­ti­sche Ant­wort:

Haus­li­che Arbeits­zim­mer für Ehe­gat­ten

Nut­zen Ehe­gat­ten einen Raum in einem von ihnen bewohn­ten und in ihrem Mit­ei­gen­tum ste­hen­den Haus, um Dienst­leis­tun­gen zur För­de­rung des Gesell­schafts­zwecks einer zwi­schen ihnen bestehen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft zu erbrin­gen, so sind ihnen die auf die­sen Raum ent­fal­len­den und von ihnen getra­ge­nen Auf­wen­dun­gen (AfA, Schuld­zin­sen, Ener­gie­kos­ten) nach dem Ver­hält­nis ihrer Mit­ei­gen­tums­an­tei­le zuzu­ord­nen.

Nut­zen die Ehe­gat­ten für die­sen Zweck einen Raum in einer von ihnen bewohn­ten und gemein­sam ange­mie­te­ten Woh­nung, so sind ihnen die antei­li­gen Miet­zin­sen und die antei­li­gen Ener­gie­kos­ten zur Hälf­te zuzu­ord­nen.

Nut­zen Ehe­gat­ten gemein­sam ein häus­li­ches Arbeits­zim­mer, so steht einem Ehe­gat­ten, der sei­ne Auf­wen­dun­gen für das häus­li­che Arbeits­zim­mer nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 1. Halb­satz EStG 1997 beschränkt abzie­hen kann, der Höchst­be­trag nach die­ser Vor­schrift nur antei­lig zu. Meh­re­re häus­li­che Arbeits­zim­mer, die wäh­rend eines Ver­an­la­gungs­zeit­raums nach­ein­an­der in ver­schie­de­nen Woh­nun­gen oder Häu­sern genutzt wer­den, sind für die Anwen­dung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3 1. Halb­satz EStG 1997 als ein Objekt anzu­se­hen (Fort­ent­wick­lung des BFH-Urteils vom 20. Novem­ber 2003 IV R 30/​03, BFHE 204, 176, BStBl II 2004, 775).

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. Sep­tem­ber 2009 – IV R 21/​08