Kin­der­geld zwi­schen Abitur und Stu­di­um

Geht ein voll­jäh­ri­ges Kind nach Abitur und anschlie­ßen­dem Zivil­dienst bis zum Beginn des Stu­di­ums einer Voll­zeit­er­werbs­tä­tig­keit nach, ist es für die vol­len Mona­te, in denen es erwerbs­tä­tig ist, nicht als Kind zu berück­sich­ti­gen.

Kin­der­geld zwi­schen Abitur und Stu­di­um

Für die Mona­te des Jah­res, in denen es nach § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a bis c EStG als Kind zu berück­sich­ti­gen ist, z.B. weil es stu­diert, besteht Anspruch auf Kin­der­geld, sofern die Ein­künf­te und Bezü­ge des Kin­des die maß­ge­ben­de Gren­ze nicht über­stei­gen. Bei der Ermitt­lung der Ein­künf­te und Bezü­ge des Kin­des blei­ben die Ein­künf­te aus der Voll­zeit­er­werbs­tä­tig­keit außer Ansatz, soweit sie auf die Mona­te ent­fal­len, in denen das Kind den gesam­ten Monat erwerbs­tä­tig war.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 15. Sep­tem­ber 2005 – III R 67/​04