Organ­schafts­en­de bei Ver­äu­ße­rung

Ver­äu­ßert der Organ­trä­ger sei­ne Allein­be­tei­li­gung an der Organ­ge­sell­schaft, die anschlie­ßend (gemäß § 2 Abs. 1 UmwStG 1995) rück­wir­kend auf den Erwer­ber ver­schmol­zen wird, endet nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs das (gewer­be­steu­er­li­che) Organ­schafts­ver­hält­nis mit dem steu­er­li­chen Über­tra­gungs­stich­tag. Fällt die­ser Über­tra­gungs­stich­tag nicht auf das Ende eines Wirt­schafts­jah­res der Organ­ge­sell­schaft, ent­steht bei die­ser für steu­er­li­che Zwe­cke ein mit dem Ver­schmel­zungs­stich­tag enden­des Rumpf­wirt­schafts­jahr und damit ein abge­kürz­ter Erhe­bungs­zeit­raum. Der in die­sem Zeit­raum von der Organ­ge­sell­schaft erziel­te Gewer­be­er­trag ist dem bis­he­ri­gen Organ­trä­ger zuzu­rech­nen.

Organ­schafts­en­de bei Ver­äu­ße­rung

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 21. Dezem­ber 2005 I R 66/​05