Gemein­nüt­zig­keit – und der wirt­schaft­li­che Geschäfts­be­trieb

Nach § 5 Abs.1 Nr. 9 Satz 1 KStG ist eine Kör­per­schaft von der Kör­per­schaft­steu­er befreit, wenn sie nach der Sat­zung und der tat­säch­li­chen Geschäfts­füh­rung aus­schließ­lich und unmit­tel­bar gemein­nüt­zi­gen, mild­tä­ti­gen oder kirch­li­chen Zwe­cken dient (§§ 51 bis 68 AO).

Gemein­nüt­zig­keit – und der wirt­schaft­li­che Geschäfts­be­trieb

Unter­hält sie einen wirt­schaft­li­chen Geschäfts­be­trieb (§ 14 AO), ist die Steu­er­be­frei­ung inso­weit aus­ge­schlos­sen (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 Satz 2 KStG).

Eine Kör­per­schaft ver­folgt gemäß § 52 Abs. 1 AO gemein­nüt­zi­ge Zwe­cke, wenn ihre Tätig­keit dar­auf gerich­tet ist, die All­ge­mein­heit auf mate­ri­el­lem, geis­ti­gem oder sitt­li­chem Gebiet selbst­los zu för­dern. Als För­de­rung der All­ge­mein­heit wird u.a. die För­de­rung von Wis­sen­schaft und For­schung aner­kannt (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO).

Steu­er­be­güns­tig­te Zweck­be­trie­be sind dabei gemäß § 68 Nr. 9 AO auch Wis­sen­schafts- und For­schungs­ein­rich­tun­gen, deren Trä­ger sich über­wie­gend aus Zuwen­dun­gen der öffent­li­chen Hand oder Drit­ter oder aus der Ver­mö­gens­ver­wal­tung finan­ziert. Der Wis­sen­schaft und For­schung dient auch die Auf­trags­for­schung (§ 68 Nr. 9 Satz 2 AO).

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 22. Juni 2016 – V R 49/​15