Erb­schaft­steu­er­re­form ist beschlos­sen

Der Deut­sche Bun­des­tag hat heu­te das Erb­schaft­steu­er­re­form­ge­setz gebil­ligt und setzt damit unter ande­rem das Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zur Bewer­tung von Immo­bi­li­en in der Erb­schaft­steu­er um. Das BVerfG hat­te die bis­her vor­ge­se­he­ne Pri­vi­le­gie­rung ein­zel­ner Ver­mö­gens­ar­ten, ins­be­son­de­re von Grund­stü­cken, als ver­fas­sungs­wid­rig ange­se­hen und dem Bund eine Frist bis zum Ende die­sen Jah­res gesetzt, um das Gesetz ver­fas­sungs­kon­form zu refor­mie­ren.

Erb­schaft­steu­er­re­form ist beschlos­sen

Klei­ne­re und mitt­le­re Erb­schaf­ten im engen Fami­li­en­kreis wer­den auch zukünf­tig steu­er­frei blei­ben. Erben grö­ße­rer Ver­mö­gen müs­sen dage­gen grund­sätz­lich höhe­re Bei­trä­ge zum Steu­er­auf­kom­men leis­ten. Das­sel­be gilt für Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen außer­halb des engen fami­liä­ren Umfel­des.

Fami­li­en mit Kin­dern gehö­ren daher klar zu den Gewin­nern des neu­en Erb­schafts­rechts.

Dar­über hin­aus wird ein "Pri­vi­leg" für Unter­neh­menser­ben ein­ge­führt. Dazu wird – im Rah­men einer kom­pli­zier­ten (und noch eini­ge Fra­gen auf­wer­fen­den) Rege­lung den Unter­neh­men beim Betriebs­über­gang ganz oder teil­wei­se Frei­heit von der Erb­schaft­steu­er gewährt.Mit jedem Jahr, in dem der Nach­fol­ger den Betrieb hält, "ver­dient" er sich einen Anteil an die­ser Steu­er­ver­güns­ti­gung oder Steu­er­frei­heit.

Abge­se­hen davon, dass die Ent­schei­dung für eines der bei­den Model­le zur Erb­schafts­be­steue­rung bei Unter­neh­men eine – seri­ös nicht zu leis­ten­de – Vor­aus­schau auf die zukünf­ti­ge Unter­neh­mens­ent­wick­lung für die nächs­ten sie­ben bzw. zehn Jah­re erfor­dert, unter der Gel­tung der neu­en Rege­lun­gen gilt bei Über­tra­gung von Unter­neh­men noch mehr als bis­her: Nie ohne mei­nen Anwalt oder Steu­er­be­ra­ter!

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