Tele­fo­ni­sche Zusi­che­run­gen des Finanz­am­tes

Nach § 205 Abs. 1 AO kann die Finanz­ver­wal­tung ver­bind­li­che Rege­lun­gen nur schrift­lich erlas­sen.

Tele­fo­ni­sche Zusi­che­run­gen des Finanz­am­tes

Tele­fo­na­ten kommt des­halb kei­ne bin­den­de Rege­lungs­wir­kung zu.

Für die Fra­ge, ob und in wel­chem Umfang durch ein Schrei­ben des Finanz­am­tes eine bin­den­de Zusa­ge erteilt wur­de, kommt es auf den durch Aus­le­gung zu ermit­teln­den Sinn­ge­halt der finanz­be­hörd­li­chen Erklä­rung an. Dabei ist auf die Sicht des­je­ni­gen abzu­stel­len, dem die Zusa­ge erteilt wor­den sein soll, wobei aller­dings sämt­li­che den Betei­lig­ten bekann­ten und erkenn­ba­ren Umstän­de zu berück­sich­ti­gen sind 1.

Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 25. Janu­ar 2017 – I R 70/​15

  1. vgl. BFH, Urteil vom 21.07.1988 – V R 97/​83, BFH/​NV 1989, 356[]