Holz­spiel­zeug oder Kunst­ge­gen­stand?

Indi­vi­du­ell gefer­tig­te Holz­ele­men­te auf Spiel­plät­zen sind kei­ne umsatz­steu­er­lich begüns­tig­ten Kunst­ge­gen­stän­de. Spiel­platz­ele­men­te aus Holz, die ent­we­der zur unmit­tel­ba­ren Nut­zung durch Kin­der oder aber als phan­ta­sie­vol­les ?Bei­werk? auf­ge­stellt sind, wer­den pri­mär durch ihren Gebrauchs­zweck als Kin­der­spiel­zeug geprägt. Sie sind des­halb nach einem Urteil des Finanz­ge­richts des Lan­des Bran­den­burg nicht als Bild­hau­er­kunst zu bewer­ten, für die der ermä­ßig­te Mehr­wert­steu­er­satz von 7 % gilt. Unge­ach­tet des­sen, dass es sich bei den Holz­ele­men­ten um Uni­ka­te mit künst­le­ri­schem Anspruch han­delt, steht der mit die­sen ver­folg­te Zweck, Kin­dern als Spiel­ge­rät zu die­nen oder Kin­der zum Spie­len anzu­re­gen, im Vor­der­grund. In die­sem Fall tritt der künst­le­ri­sche Wert hin­ter dem Gebrauchs­wert zurück.

Holz­spiel­zeug oder Kunst­ge­gen­stand?

Finanz­ge­richt des Lan­des Bran­den­burg, Urteil vom 07. Novem­ber 2006 – 1 K 1613/​04