Karls­ru­he und die Euro­päi­sche Ban­ken­uni­on

Die Euro­päi­sche Uni­on hat durch die Rege­lun­gen zur Euro­päi­schen Ban­ken­uni­on, nament­lich zum Ein­heit­li­chen Ban­ken­auf­sichts­me­cha­nis­mus (Sin­gle Super­vi­so­ry Mecha­nism, SSM) und zum Ein­heit­li­chen Abwick­lungs­me­cha­nis­mus (Sin­gle Reso­lu­ti­on Mecha­nism, SRM), bei strik­ter Aus­le­gung ihre durch die Ver­trä­ge zuge­wie­se­nen Kom­pe­ten­zen nicht über­schrit­ten. Die SSM- und SRM-Ver­­or­d­­nung berüh­ren auch nicht die Ver­fas­sungs­iden­ti­tät. Dies ent­schied jetzt das

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Das Aus­kunfts­ver­lan­gen der BaFin und die Ver­schwie­gen­heits­pflicht des Anwalts

Das Recht und die Ver­pflich­tung zur an­walt­li­chen Ver­schwie­gen­heit wer­den durch die Pflicht aus § 44c Abs. 1 KWG zur Aus­kunfts­er­tei­lung an die Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht ein­ge­schränkt. Ein Aus­kunfts­ver­lan­gen der Bun­des­an­stalt ge­gen­über einem Rechts­an­walt ist mit Art. 12 Abs. 1 GG un­ver­ein­bar und des­halb er­mes­sens­feh­ler­haft, wenn ein Vor­ge­hen gegen des­sen Man­dan­ten mög­lich und

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Kos­ten aus Amts­pflicht­ver­let­zun­gen der BaFin

Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht (BaFin) kann die Kos­ten aus Amts­pflicht­ver­let­zun­gen im Wege der Umla­ge von den von ihr beauf­sich­tig­ten Finanz­in­sti­tu­ten ein­for­dern. Dem ste­hen nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts weder das Gesetz über die Bun­des­an­stalt (Fin­DAG) und die dazu ergan­ge­ne Kos­ten­ver­ord­nung noch Ver­fas­sungs­recht ent­ge­gen. Die Klä­ge­rin unter­liegt als Unter­neh­men der

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Neue EU-Behör­den für die Finanz­auf­sicht

Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat ges­tern die ent­schei­den­de Zustim­mung für das Finanz­auf­sichts­pa­ket gege­ben, so dass ab 2011 Ban­ken, Wert­pa­pier­märk­te und Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men einer grund­le­gend neu­en EU-Finan­z­auf­­sicht unter­wor­fen sein wer­den. Durch das jetzt beschlos­se­ne Finanz­auf­sichts­pa­ket wer­den drei euro­päi­sche Auf­sichts­be­hör­den ein­ge­rich­tet, wel­che die bis­he­ri­gen Kon­troll­gre­mi­en ablö­sen und deren Kom­pe­ten­zen grö­ßer sein sol­len als die

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Basel III

Der bei der Bank für Inter­na­tio­na­len Zah­lungs­aus­gleich (BIZ) in Basel ange­sie­del­te Bas­ler Aus­schuss für Ban­ken­auf­sicht emp­fiehlt in der jetzt ver­ab­schie­de­ten so genann­ten Basel-III-Ver­­ein­ba­­rung aus­drück­lich, dass Kre­dit­in­sti­tu­te künf­tig mehr Eigen­ka­pi­tal vor­hal­ten müs­sen um so das Risi­ko ihrer Geschäf­te wei­ter zu begren­zen. Die neue Basel-III-Ver­­ein­ba­­rung sieht hier­für aller­dings lan­ge Über­gangs­pha­sen vor. Die

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Euro­päi­sche Finanz­auf­sicht

Die Euro­päi­sche Uni­on will als Kon­se­quenz aus der Finanz­kri­se zum 1. Janu­ar 2011 drei neue EU-Behör­­den zur Auf­sicht von Ban­ken, Ver­si­che­run­gen und Bör­sen ein­rich­ten. Die neu­en EU-Behör­­den sol­len zukünf­tig im Kri­­sen-oder Not­fall euro­päi­schen Finanz­in­sti­tu­ten selbst direk­te Anwei­sun­gen geben kön­nen. Die Auf­sicht soll drei­ge­teilt errich­tet wer­den: Die für Ban­ken zustän­di­ge Behör­de

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Wer­be­schrei­ben vom Anla­ge­be­ra­ter

Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht hat in Kon­kre­ti­sie­rung der durch das Finan­z­­mark­t­­rich­t­­li­­nie-Umset­zungs­­ge­­setz neu gefass­ten Vor­schrif­ten des Wert­pa­pier­han­dels­ge­set­zes am 11. Febru­ar 2010 ein Rund­schrei­ben zur Wer­bung von Wert­pa­pier­dienst­leis­tungs­un­ter­neh­men ver­öf­fent­licht. Mit die­sem Aus­le­gungs­schrei­ben sol­len den Ban­ken Leit­li­ni­en vor­ge­ge­ben wer­den, um künf­tig eine mög­lichst ein­heit­li­che Beach­tung der neu­en Rege­lun­gen sicher­zu­stel­len. Tra­gen­de Prin­zi­pi­en die­ser Rege­lun­gen

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Phoe­nix, die BaFin und die Wirt­schafts­prü­fer

Einer Ein­la­gen­­si­che­­rungs- und Anle­ger­ent­schä­di­gungs­ein­rich­tung des Ban­ken­sys­tems steht gegen ein Wirt­schafts­prü­fungs­un­ter­neh­men, das einen Prü­fungs­auf­trag der BaFin unzu­rei­chend erfüllt hat, kein Scha­dens­er­satz­an­spruch zu, wie der Bun­des­ge­richts­hof jetzt ent­schie­den hat. Die Klä­ge­rin des jetzt vom BGH ent­schie­de­nen Falls ist eine gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 des Ein­la­gen­­si­che­­rungs- und Anle­ger­ent­schä­di­gungs­ge­set­zes (ESAEG) vom 16. Juli 1998

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Schär­fe­re Eigen­ka­pi­tal­vor­schrif­ten für Ban­ken

Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat – ent­spre­chend einer mit dem Minis­ter­rat und der EU-Kom­­mis­­si­on gefun­de­nen Eini­gung – einer der Neu­fas­sung der EU-Vor­­­schrif­­ten für die Eigen­ka­pi­tal­aus­stat­tung der Ban­ken zuge­stimmt, durch die die Sta­bi­li­tät des Finanz­sys­tems erhöht, die Risi­ken ver­rin­gert und die Über­wa­chung von EU-weit täti­gen Ban­ken ver­bes­sert wer­den sol­len. Die Über­prü­fung der

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