Gangs­ta-Rap – und die Indi­zie­rung eines Musi­kal­bums

Ein Album mit weit­ge­hend gewalt­ver­herr­li­chen­den und mas­siv dis­kri­mi­nie­ren­den Song­tex­ten kann als jugend­ge­fähr­dend indi­ziert wer­den. Dies hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig letzt­in­stanz­lich in dem Fall eines bekann­ten Rap­pers ent­schie­den, der ein Album mit 15 Titeln her­aus­ge­bracht hat­te, deren Tex­te den kri­mi­nel­len Lebens­wan­del der Titel­fi­gur, die von die­ser began­ge­nen Straf­ta­ten und deren

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Gold­rap­per – Rap-Musik als Hin­ter­grund-Loop

Bei Musik­stü­cken liegt die für die Annah­me eines urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Werks erfor­der­li­che schöp­fe­ri­sche Eigen­tüm­lich­keit in ihrer indi­vi­du­el­len ästhe­ti­schen Aus­drucks­kraft. Eine indi­vi­du­el­le schutz­fä­hi­ge Leis­tung kann sich nicht nur aus der Melo­die und dem Ein­satz der musi­ka­li­schen Aus­drucks­mit­tel der Rhyth­mik, des Tem­pos, der Har­mo­nik und des Arran­ge­ments erge­ben, son­dern auch aus der

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Inter­net-Tausch­bör­se – und die Scha­dens­er­satz­pflicht der Teil­neh­mer

Der Bun­des­ge­richts­hof hat drei Urtei­le des Ober­lan­des­ge­richts Köln bestä­tigt, mit denen Ansprü­che auf Scha­dens­er­satz und Erstat­tung von Abmahn­kos­ten wegen des Vor­wurfs des File­sha­ring zuge­spro­chen wor­den sind. In den Ver­fah­ren hat­ten vier füh­ren­de deut­sche Ton­trä­ger­her­stel­le­rin­nen geklagt. Nach den Recher­chen des von ihnen beauf­trag­ten Soft­ware­un­ter­neh­mens pro­Me­dia wur­den am 19. Juni 2007, am

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Bushi­do – und die Jugend­ge­fähr­dung

Vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müs­n­ter war jetzt ein Eil­an­trag des Rap­pers Bushi­do gegen Ent­schei­dun­gen der Bun­des­prüf­stel­le erfolg­reich: Das OVG Müns­ter hat der Beschwer­de des Rap­pers Bushi­do in einem Eil­ver­fah­ren statt­ge­ge­ben. Bushi­do hat­te sich gegen Ent­schei­dun­gen der Bun­des­prüf­stel­le für jugend­ge­fähr­den­de Medi­en vom 5. Sep­tem­ber 2013 gewandt. Mit

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Raub­ko­pi­en – und die Sub­stan­ti­ie­rungs­pflicht

Für die Ver­ur­tei­lung nach § 108 Abs. 1 Nr. 5 UrhG bedarf es der Fest­stel­lung einer kon­kret geschütz­ten Ton­auf­nah­me (Titel, Inter­pret, ggfs. Album) und des dazu­ge­hö­ri­gen Rech­te­inha­bers. Die­sen Anfor­de­run­gen wird die blo­ße Fest­stel­lung, die Ange­klag­te habe "Raub­ko­pi­en" her­ge­stellt, nicht gerecht. § 108 Abs. 1 Nr. 5 UrhG dient dem Schutz des Ton­trä­ger­her­stel­lers bzw. sei­ner

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GEMA-Ver­gü­tun­gen – und die aus­ge­schlos­se­nen Musik­fol­gen

Der Aus­schluss oder die Zurück­stel­lung eines Pro­gramms von der Ver­rech­nung gemäß Abschnitt – IV Zif­fer 4 Abs. 2 und 5 der Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zum Ver­tei­lungs­plan der GEMA für das Auf­­­füh­­rungs- und Sen­de­recht in der am 27./28.06.2006 beschlos­se­nen Fas­sung steht einer Durch­set­zung von Ansprü­chen auf Abrech­nung und Aus­schüt­tung auf dem Kla­ge­we­ge nicht ent­ge­gen . Die

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Tanz­schu­len­mu­sik

Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich aktu­ell in drei Ver­fah­ren mit der Ver­gü­tung für die Nut­zung von Musik in Tanz­schu­len zu befas­sen. Anlass hier­für waren jeweils vom Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen fest­ge­setz­te Gesamt­ver­trä­ge über die Ver­gü­tung für die Nut­zung von Musik in Tanz­kur­sen und im Bal­lett­un­ter­richt. Die drei Beklag­ten sind Ver­ei­ne, zu deren Mit­glie­dern

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