Die Anzah­lung von 40% des Reisepreises

Eine Klau­sel eines Rei­se­ver­an­stal­ters ist unwirk­sam, wenn sie den Rei­sen­den zu einer Anzah­lung ver­pflich­tet, die ein Drit­tel des Gesamt­rei­se­prei­ses über­steigt. Die Rege­lung einer Vor­leis­tungs­pflicht unter­liegt der Inhalts­kon­trol­le des § 307 BGB. Der Vor­schrift des § 320 BGB kommt eine Leit­bild­funk­ti­on zu. Da die Ver­ein­ba­rung einer 40 %-igen Anzah­lung von dem gesetzlichen

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„Spar­rei­se“

Klau­seln, die allein die Bezeich­nung einer Rei­se wie „geson­dert gekenn­zeich­ne­te Top-Ange­­bo­­te sowie aus­ge­wähl­te bzw. preis­re­du­zier­te Spe­cials, Spar­rei­sen“ zum Anlass unter­schied­li­cher Rei­se­be­din­gun­gen machen, sind unzu­läs­sig, wenn die Bezeich­nung für den Rei­sen­den nicht ein­deu­tig ist und einen durch die All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen nicht näher ein­ge­schränk­ten Beur­tei­lungs­spiel­raum lässt. Eini­ge der in der Klau­sel ange­führ­ten Reisen

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Bücherregal

Bade­ur­laub mit Hai

Einen Rei­se­ver­an­stal­ter trifft nicht die Ver­pflich­tung, dem Rei­sen­den ein unge­fähr­de­tes Schwim­men im Meer zu ermög­li­chen. Ein Bade­ver­bot wegen der Gefahr von Hai­an­grif­fen ist daher kein Rei­se­man­gel. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit buch­te ein Ehe­paar bei einem Münch­ner Rei­se­ver­an­stal­ter für Anfang Sep­tem­ber 2011 einen Pau­schal­ur­laub auf der Sey­chel­len­in­sel Praslin

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Ort der Leis­tung bei Ver­pfle­gungs­pa­ke­ten für Pauschalreisende

Mit der umsatz­steu­er­li­chen Fra­ge des Orts der Leis­tung für die von einem Rei­se­ver­an­stal­ter im Rah­men von Pau­schal­rei­se­pa­ke­ten mit­ver­kauf­te Ver­pfle­gung von Hotel­gäs­ten im Aus­land hat­te sich jetzt das Nie­der­säch­si­sche Finanz­ge­richt zu befas­sen. Die Ver­pfle­gung von Hotel­gäs­ten stellt hier­nach eine Neben­leis­tung zur Über­nach­tung dar, die als Teil der Gesamt­leis­tung gem. § 3a

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Bundesverwaltungsgericht

Vor­ver­le­gung des Rück­flugs um 10 Stunden

Die Vor­ver­le­gung des Rück­flugs um 10 Stun­den kann den Rei­se­ver­an­stal­ter zum Scha­dens­er­satz ver­pflich­ten. In einem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ver­langt die Klä­ge­rin aus eige­nem und abge­tre­te­nem Recht ihres Lebens­ge­fähr­ten die Rück­zah­lung eines gezahl­ten Rei­se­prei­ses und Scha­dens­er­satz. Der Lebens­ge­fähr­te der Klä­ge­rin buch­te im Febru­ar 2009 für sich und die Klägerin

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Aktenvermerk

Die kurz­fris­ti­ge Absa­ge für die Urlaubsreise

Kön­nen Feri­en nicht so ohne wei­te­res nach­ge­holt wer­den (hier: Urlaub in den Pfingst­fe­ri­en mit einem schul­pflich­ti­gen Kind) und erfährt der Urlau­ber erst sehr kurz­fris­tig davon, dass er nicht rei­sen kann, ist ein Scha­den­er­satz in Höhe von 50 % des Rei­se­prei­ses als Aus­gleich für die ver­ta­ne Urlaubs­zeit ange­mes­sen. In einem vom Amtsgericht

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Die ent­fern­te Auf­la­ge auf der Son­nen­lie­ge – oder: die Rei­se nach Ägypten

Wird einem Gast das Gefühl ver­mit­telt, nicht will­kom­men zu sein, kann dies einen Rei­se­man­gel dar­stel­len. Die Ent­fer­nung der Auf­la­ge einer Son­nen­lie­ge, die gera­de nicht genutzt wird, ist aller­dings kein Man­gel. Der spä­te­re Klä­ger buch­te 2009 eine 7‑tägige Pau­schal­rei­se nach Sharm-El-Sheik in Ägyp­ten zum Rei­se­preis von 689 €. Rei­se­zeit war Mit­te September.

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Zuwe­nig Schlaf bei der Pauschalreise

Bei einer Pau­schal­rei­se, bei der ver­bind­li­che Rei­se­zei­ten nicht ver­ein­bart sind, muss ein Rei­sen­der damit rech­nen, dass die­se gege­be­nen­falls auch zu unkom­for­ta­blen Zei­ten statt­fin­den und am Anrei­se­tag eine nur unzu­rei­chen­de Nacht­ru­he mög­lich sein kann. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit buch­te ein Ehe­paar im März 2008 eine Pau­schal­rei­se in die Türkei

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Rei­se­ab­bruch oder Reiseunterbrechung?

Ein Rei­se­ab­bruch liegt nur vor, wenn eine Rei­se been­det wird. Wird die­se nur vor­läu­fig ein­ge­stellt, um spä­ter wie­der auf­ge­nom­men zu wer­den, liegt eine blo­ße Unter­bre­chung vor. Eine sol­che wird im Regel­fall von der Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung nicht umfasst. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Mann zusam­men mit sei­ner Ehefrau

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Bundesverwaltungsgericht

Bit­te kei­ne kur­zen Hosen!

Die lan­des­ty­pi­sche Ver­pflich­tung, zum Abend­essen in einem geho­be­nen Hotel eine lan­ge Hose zu tra­gen, stellt kei­ne Beein­träch­ti­gung der Rei­se dar. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall buch­te ein Ehe­paar bei einem Rei­se­un­ter­neh­men für den August 2009 eine 10-tägi­­ge Pau­schal­rei­se mit Halb­pen­si­on nach Hera­kli­on zum Preis von 2074 €. Als sie sich

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Das Rei­se­bü­ro – Rei­se­ver­an­stal­ter oder Reisevermittler?

Immer wie­der ein „belieb­ter“ Streit­punkt bei Kla­ge etwa wegen Rei­se­män­geln und Rei­se­preis­min­de­run­gen ist die Fra­ge, ob das Rei­se­bü­ro, bei dem die Rei­se gebucht wur­de, als Rei­se­ver­an­stal­ter oder aber nur als Rei­se­ver­mitt­ler auf­ge­tre­ten ist. Im ers­ten Fall rich­tet sich der Anspruch des ent­täusch­ten Rei­sen­den gegen das Rei­se­bü­ro selbst, im zwei­ten Fall

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Rei­se­rou­let­te

Nicht jede Unan­nehm­lich­keit wäh­rend einer Rei­se stellt einen Rei­se­man­gel dar. Auch bei einer Rou­­le­t­­te-Rei­­se sind bei der Beur­tei­lung, ob ein Man­gel vor­liegt, die Leis­tungs­be­schrei­bung und die ört­li­chen Gege­ben­hei­ten zu berück­sich­ti­gen. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Rechts­streit buch­te ein Paar im Jahr 2008 bei einem Rei­se­un­ter­neh­men eine soge­nann­te Rou­­le­t­­te-Rei­­se zum

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Nachrichten

Vier­bett­zim­mer

Bei Buchung eines Vier­bett­zim­mers kann man nicht zwei Dop­pel­bet­ten erwar­ten. Viel­mehr ist auch die zusätz­li­che Aus­stat­tung des Schlaf­zim­mers mit zwei Zustell­bet­ten als ver­trags­ge­recht anzu­se­hen, ent­schied das Amts­ge­richts Mün­chen. Im Übri­gen sind Män­gel einer Rei­se vor Ort anzu­zei­gen und nach der Rei­se frist­ge­mäß (bin­nen eines Monats) anzu­mel­den. Drei Erwach­se­ne und ein

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