Außer­ge­wöhn­li­chen Belas­tun­gen – und die abwei­chen­de Steu­er­fest­set­zung

Auf­wen­dun­gen i.S. des § 33 Abs. 1 EStG sind grund­sätz­lich in dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum zu berück­sich­ti­gen, in dem der Steu­er­pflich­ti­ge sie geleis­tet hat. Eine abwei­chen­de Steu­er­fest­set­zung nach § 163 AO ist aty­pi­schen Aus­nah­me­fäl­len vor­be­hal­ten. Sie kommt nicht bereits dann in Betracht, wenn sich Auf­wen­dun­gen im Ver­an­la­gungs­zeit­raum der Ver­aus­ga­bung nicht in vol­lem Umfang

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Senio­ren­heim – und die erwünsch­te Schuld­bei­tritts­er­klä­rung eines Drit­ten

Über­lässt der Betrei­ber eines Senio­ren­heims inter­es­sier­ten Pfle­ge­gäs­ten oder Drit­ten im Zusam­men­hang mit dem Abschluss eines Wohn- und Betreu­ungs­ver­trags als Anla­ge zu einem vor­for­mu­lier­ten Ver­trags­ent­wurf eine "Bei­tritts­er­klä­rung", in der sich ein Drit­ter als Bei­tre­ten­der ver­pflich­tet, selb­stän­dig und neben dem Pfle­ge­gast für des­sen Ver­pflich­tun­gen aus dem Ver­trag auf­zu­kom­men, liegt hier­in eine Zuwi­der­hand­lung

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Heim­kos­ten als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung

Heim­kos­ten kön­nen ein­kom­men­steu­er­lich als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung anzu­se­hen sein. In einem jetzt vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall erlitt die Klä­ge­rin als Fol­ge einer Gehirn­blu­tung erheb­li­che gesund­heit­li­che Beein­träch­ti­gun­gen, die u.a. zu einem Grad der Behin­de­rung von 100% sowie einer Pfle­ge­be­dürf­tig­keit i.S.d. Pfle­ge­stu­fe III führ­ten. Zusam­men mit ihrem Ehe­mann zog die Klä­ge­rin in

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Der Wech­sel des Pfle­ge­heims

Ist der Wech­sel eines Pfle­ge­heims in Bezug auf die Über­nah­me unge­deck­ter Pfle­ge­heim­kos­ten mit unver­hält­nis­mä­ßi­gen Mehr­kos­ten ver­bun­den, besteht kein Wunsch- und Wahl­recht des Hil­fe­emp­fän­gers. In einem vom Sozi­al­ge­richt Karls­ru­he ent­schie­de­nen Fall ist die Klä­ge­rin seit dem 2. Okto­ber 2009 in die Pfle­ge­stu­fe I ein­ge­stuft und erhält seit­her von der Pfle­ge­kas­se (Deut­sche Ange­stell­ten­kran­ken­kas­se –

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Heim­un­ter­brin­gung des Ehe­part­ners ist noch kei­ne Tren­nung

Ein Ehe­gat­te oder Lebens­part­ner kann zur Tra­gung der Pfle­ge­kos­ten nicht her­an­ge­zo­gen wer­den, wenn er vom Pfle­ge­be­dürf­ti­gen getrennt lebt. Für eine Tren­nung ist es aber nicht allein aus­rei­chend, dass der Pfle­ge­be­dürf­ti­ge in einem Pfle­ge­heim unter­ge­bracht ist. Not­wen­dig ist dafür ein nach außen erkenn­ba­rer Tren­nungs­wil­le. In dem jetzt vom Hes­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen

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Selbst getra­ge­ne Pfle­ge­kos­ten

Selbst getra­ge­ne Pfle­ge­kos­ten sind als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen abzieh­bar. Die­se Auf­wen­dun­gen wegen Pfle­ge­be­dürf­tig­keit sind aller­dings nur inso­weit als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tun­gen zu berück­sich­ti­gen, als die Pfle­ge­kos­ten die Leis­tun­gen der Pfle­ge­pflicht­ver­si­che­rung und das aus einer ergän­zen­den Pfle­ge­kran­ken­ver­si­che­rung bezo­ge­ne Pfle­ge­geld bzw. Pfle­ge­ta­ge­geld über­stei­gen. In dem jetzt vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Streit­fall leb­te der pfle­ge­be­dürf­ti­ge Klä­ger

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Heim­kos­ten des nicht pfle­ge­be­dürf­ti­gen Ehe­gat­ten

Auf­wen­dun­gen des nicht pfle­ge­be­dürf­ti­gen Steu­er­pflich­ti­gen, der mit sei­nem pfle­ge­be­dürf­ti­gen Ehe­gat­ten in ein Wohn­stift über­sie­delt, sind nach einem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht als außer­ge­wöhn­li­che Belas­tung bei der Ein­kom­men­steu­er abzieh­bar. Ent­ste­hen einem Steu­er­pflich­ti­gen zwangs­läu­fig grö­ße­re Auf­wen­dun­gen als der über­wie­gen­den Mehr­zahl der Steu­er­pflich­ti­gen glei­cher Ein­kom­mens­ver­hält­nis­se, glei­cher Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se und glei­chen Fami­li­en­stands, kön­nen die Auf­wen­dun­gen

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