Identifizierende Wort- und Bildberichterstattung über einen Politiker

Iden­ti­fi­zie­ren­de Wort- und Bild­be­richt­erstat­tung über einen Poli­ti­ker

Mit der Fra­ge der Zuläs­sig­keit einer iden­ti­fi­zie­ren­den Wort- und Bild­be­richt­erstat­tung über einen Poli­ti­ker in einem Pres­se­ar­ti­kel über des­sen pro­mi­nen­te Lebens­ge­fähr­tin hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Anlass hier­zu bot ein Arti­kel in der "SUPER­il­lu": Der Klä­ger ist Mit­glied des Land­tags von Sach­­sen-Anhalt und war sei­ner­zeit der Freund der Schla­ger­sän­ge­rin,

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Strafrechtliche Risiken bei der Pressearbeit von Polizisten

Straf­recht­li­che Risi­ken bei der Pres­se­ar­beit von Poli­zis­ten

Eine Tat­sa­che, wie das Bestehen eines noch zu voll­zie­hen­den Haft­be­fehls, ist das ein Dienst­ge­heim­nis, wenn sie nur einem bestimm­ten begrenz­ten Per­so­nen­kreis in sei­ner Eigen­schaft als Amts­trä­ger (z.B. Poli­zei­be­am­te) bekannt wird. Unbe­fugt ist die Wei­ter­ga­be, wenn der Amts­trä­ger Infor­ma­tio­nen an die Pres­se gibt, wozu er weder durch das ein­schlä­gi­ge Beam­ten­ge­setz ermäch­tigt,

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Buy-out-Vereinbarungen im Journalismus

Buy-out-Ver­ein­ba­run­gen im Jour­na­lis­mus

Eine für die Hono­rie­rung der Leis­tun­gen von Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten weit­rei­chen­de, aller­dings nur vor­läu­fi­ge Ent­schei­dung hat jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen getrof­fen. Hier­bei ging es um die Fra­ge, ob Jour­na­lis­ten durch bestimm­te Ver­trags­klau­seln in der wirt­schaft­li­chen Nut­zung ihrer Arti­kel unan­ge­mes­sen benach­tei­ligt wer­den. Antrag­stel­ler in dem vom Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen mit 100.000,– €

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Die Fernsehzeitung von der Post

Die Fern­seh­zei­tung von der Post

Darf die Deut­sche Post AG eine (Werbe-)Fernsehzeitschrift ver­le­gen und (kos­ten­los) ver­tei­len? Das Han­sea­ti­sche Ober­lan­des­ge­richt Ham­burg hat­te hier­bei kei­ne Beden­kung und wies die Unter­las­sungs­kla­ge eines Zeit­schrif­ten­ver­la­ges ab: Das aus Art. 5 Abs. 1 GG abge­lei­te­te Gebot, wonach der pres­se­mä­ßi­gen Betä­ti­gung des Staa­tes enge Gren­zen gesetzt sind , ver­pflich­tet von der Natur der Sache

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AnyDVD und der Kopierschut - oder: Zitate per Link

AnyDVD und der Kopier­schut – oder: Zita­te per Link

Sind in einem im Inter­net ver­öf­fent­lich­ten, sei­nem übri­gen Inhalt nach dem Schutz der Pres­­se- und Mei­nungs­frei­heit unter­fal­len­den Bei­trag elek­tro­ni­sche Ver­wei­se (Links) auf frem­de Inter­net­sei­ten in der Wei­se ein­ge­bet­tet, dass sie ein­zel­ne Anga­ben des Bei­trags bele­gen oder die­se durch zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen ergän­zen sol­len, so wer­den auch die­se Ver­wei­se von der Pres­­se-

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Verschwiegenheitspflicht eines Gemeinderatsmitglieds

Ver­schwie­gen­heits­pflicht eines Gemein­de­rats­mit­glieds

Die aus § 35 Abs. 2 der baden-wür­t­­te­m­­ber­­gi­­schen Gemein­de­ord­nung fol­gen­de Ver­schwie­gen­heits­pflicht eines Gemein­de­rats­mit­glieds über nicht­öf­fent­lich ver­han­del­te Ange­le­gen­hei­ten erfasst auch rechts­wid­ri­ge Beschlüs­se. Ob in Aus­nah­me­fäl­len eine Ver­let­zung der Ver­schwie­gen­heits­pflicht als "ulti­ma ratio" gerecht­fer­tigt sein kann, setzt jeden­falls – wenn über­haupt mög­lich – regel­mä­ßig vor­aus, dass zuvor die vom Gesetz vor­ge­se­he­nen Mög­lich­kei­ten zur

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Versorgungswerk der Presse

Ver­sor­gungs­werk der Pres­se

Unter die Ver­­­si­che­­rungs- und Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen gem. § 229 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 SGB V, die für Ange­hö­ri­ge bestimm­ter Beru­fe errich­tet wor­den ist, ist das Ver­sor­gungs­werk der Pres­se nicht ein­zu­glie­dern. Eine Ren­ten­zah­lung aus einer vom Ver­sor­gungs­werk der Pres­se Gmbh ver­mit­tel­ten Lebens­ver­si­che­rung ist viel­mehr eine Ren­te der betrieb­li­chen Alters­ver­sor­gung im Sin­ne von §

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Strafverfahren gegen Jugendliche und die Presse

Straf­ver­fah­ren gegen Jugend­li­che und die Pres­se

Wird in einem Straf­ver­fah­ren gegen Jugend­li­che aus­nahms­wei­se nicht die Öffent­lich­keit aus­ge­schlos­sen, kann gleich­wohl die Zahl der aus­nahms­wei­se zur Haupt­ver­hand­lung zuge­las­se­nen Pres­se­kor­re­spon­den­ten beschränkt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung wies jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Ver­fas­sungs­be­schwer­den zwei­er Pres­se­un­ter­neh­men gegen eine ent­spre­chen­de Beschrän­kung in einem Ver­fah­ren vor der Gro­ßen Jugend­kam­mer beim Land­ge­richt Ulm zurück. Unge­ach­tet

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Stumme Zeitungsverkäufer

Stum­me Zei­tungs­ver­käu­fer

Zei­tungs­ver­trieb über "Stum­me Ver­käu­fer" ist nach zwei ges­tern ver­kün­de­ten Urtei­len des Bun­des­ge­richts­hofs grund­sätz­lich zuläs­sig. Die Klä­ger sind Ber­li­ner Zei­tungs­ver­la­ge, die die "Ber­li­ner Zei­tung", den "Ber­li­ner Kurier" und den "Tages­spie­gel" her­aus­ge­ben. Die Beklag­te ist die Axel Sprin­ger AG, die in Ber­lin über einen Markt­an­teil – bezo­gen auf die ver­kauf­ten Exem­pla­re –

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Der ungewünschte Presse-Großhändler

Der unge­wünsch­te Pres­se-Groß­händ­ler

Zeit­schrif­ten­ver­la­ge dür­fen ein­zel­ne Pres­­se-Groß­hän­d­­ler nicht ohne beson­de­re recht­fer­ti­gen­de Grün­de vom Ver­trieb ihrer Pro­duk­te aus­schlie­ßen, son­dern müs­sen grund­sätz­lich alle Gros­sis­ten zu den glei­chen Bedin­gun­gen belie­fern. Mit die­ser Begrün­dung gab jetzt das Land­ge­richt Kiel der Kla­ge eines schles­­wig-hol­stei­­ni­­schen Pres­­se-Groß­hän­d­­lers gegen die kon­zern­ei­ge­ne Ver­triebs­ge­sell­schaft der Bau­er Media Group statt. Kar­tell­recht­li­chen Beden­ken gegen die

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Kaiser-Kinder

Kai­ser-Kin­der

Auch für die Kin­der von Pro­mi­nen­ten besteht kein umfas­sen­der Anspruch gegen die Pres­se, die Ver­öf­fent­li­chung jeg­li­cher Fotos bis zur Voll­jäh­rig­keit zu unter­las­sen. In zwei jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Rechts­strei­ten hat­ten die min­der­jäh­ri­gen Kin­der von Franz Becken­bau­er. 2007 erschie­nen in ver­schie­de­nen Zeit­schrif­ten aus dem Ver­lag der Beklag­ten Abbil­dun­gen, die die Klä­ger

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Individualisierende Medienberichterstattung bei Sexualstraftaten

Indi­vi­dua­li­sie­ren­de Medi­en­be­richt­erstat­tung bei Sexu­al­straf­ta­ten

Eine Medi­en­be­richt­erstat­tung, aus der sich die Iden­ti­tät eines Straf­tä­ters ent­neh­men läßt, ist nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts auch dann ver­fas­sungs­ge­mäß, wenn es sich dabei um eine Sexu­al­straf­tat han­delt. Der Beschwer­de­füh­rer in der jetzt vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­schie­de­nen Ver­fas­sungs­be­schwer­de und Ver­fü­gungs­klä­ger des zivil­recht­li­chen Aus­gangs­ver­fah­rens ist ehe­ma­li­ger Pro­­­fi-Fuß­­bal­l­­spie­­ler aus Karls­ru­he, der bis

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Joschka hat ein Haus

Josch­ka hat ein Haus

Wo beginnt die Pri­vat­sphä­re eines Pro­mi­nen­ten, oder: wor­über darf die Pres­se alles berich­ten? Die­se Fra­ge stell­te sich jetzt wie­der ein­mal den Gerich­ten, wobei dies­mal Anlass zum Streit ein Bericht in der Zeit­schrift "BUNTE" war, in dem über einen Haus­kauf des ehe­ma­li­gen Aus­sen­mi­nis­ters Josch­ka Fischer berich­tet wur­de. Nach Ansicht des Bun­des­ge­richts­hofs

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Schmerzensgeld für ungenehmigte Bildveröffentlichung

Schmer­zens­geld für unge­neh­mig­te Bild­ver­öf­fent­li­chung

Das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he hat­te sich mit Fra­gen zur „rela­ti­ven Per­son der Zeit­ge­schich­te“ zu befas­sen: Die beklag­te Her­aus­ge­be­rin eines Maga­zins für Pop­kul­tur und Style ver­an­stal­te­te 2007 ein „Bord­ste­in­du­ell“ zwi­schen dem inter­na­tio­nal bekann­ten Sän­ger Rea Gar­vey und einem ande­ren Sän­ger, die dabei als Stra­ßen­mu­si­kan­ten in Hei­del­berg auf­tra­ten. Rea Gar­vey musi­zier­te unter ande­rem

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Die Hauptverhandlung im Fernsehen

Die Haupt­ver­hand­lung im Fern­se­hen

Wie weit geht der Anspruch der Pres­se auf Bericht­erstat­tung aus der Haupt­ver­hand­lung eines öffent­lich stark beach­te­ten Straf­ver­fah­rens? Kon­kret: Hat eine Rund­funk­an­stalt für ihre Bericht­erstat­tung auch einen Anspruch auf Bil­der aller Pro­zess­be­tei­lig­ter – ein­schließ­lich des Ange­klag­ten und sei­nes Ver­tei­di­gers? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Rah­men eines vom

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Das Liebesleben der Promis

Das Lie­bes­le­ben der Pro­mis

Auch ein häu­fi­ges Auf­tre­ten in der Öffent­lich­keit und öffent­li­che Äuße­run­gen eines "Pro­mi­nen­ten" über sei­ne neue Bezie­hung gegen der Pres­se in der Regel kein Recht, ohne die erfor­der­li­che Ein­wil­li­gung Bil­der aus deren pri­va­tem Lebens­kreis zu ver­öf­fent­li­chen, wenn der Ver­öf­fent­li­chung kein im Rah­men der Abwä­gung zu berück­sich­ti­gen­des aus­rei­chen­des Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se zukommt. Mit die­ser

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