Alltagsmaske

Nur mit All­tags­mas­ke im Gerichtssaal

Eine sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nung, im Gerichts­saal wegen der gegen­wär­tig andau­ern­den Covid-19-Pan­­de­­mie eine Mund- und Nasen­be­de­ckung zu tra­gen, beruht nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts auf erkenn­bar ver­nünf­ti­gen Grün­den des Gemein­wohls. Da nach den gegen­wär­ti­gen Emp­feh­lun­gen des Robert-Koch-Insti­­tuts das Tra­gen einer Mund- und Nasen­be­de­ckung das Infek­ti­ons­ri­si­ko ver­rin­gern kann, ist die Anord­nung auch geeig­net, mögliche

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Bild­be­richt­erstat­tung über eine straf­ge­richt­li­che Haupt­ver­hand­lung – und die sit­zungs­po­li­zei­li­che Anordnung

Die Bericht­erstat­tung über eine straf­recht­li­che Haupt­ver­hand­lung beschrän­ken­de sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nun­gen sind mit der Beschwer­de anfecht­bar. Ob der Vor­sit­zen­de das ihm bei dem Erlass einer sit­zungs­po­li­zei­li­chen Anord­nung ein­ge­räum­te Ermes­sen feh­ler­frei aus­ge­übt hat, kann das Beschwer­de­ge­richt nur über­prü­fen, wenn die Begrün­dung der Ent­schei­dung die Abwä­gung der dabei zu berück­sich­ti­gen­den Rechts­gü­ter und Inter­es­sen nach­voll­zieh­bar macht.

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Pro­zess­be­richt­erstat­tung – und die sit­zungs­po­li­zei­li­chen Einschränkungen

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt war aktu­ell ein Antrag u.a. des Axel Sprin­ger Ver­la­ges gegen eine in einem dort geführ­ten Ter­ro­ris­mus­ver­fah­ren ergan­ge­ne sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nung des Ober­lan­des­ge­richts Mün­chen erfolg­reich, das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt kor­ri­gier­te die sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nung des OLG im Wege einer einst­wei­li­gen Anord­nung: Mit der zugrun­de­lie­gen­den Ver­fas­sungs­be­schwer­de wen­den sich die Antrag­stel­le­rin­nen gegen die Beschränkung

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Sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nun­gen – und die Pressefreiheit

Sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nun­gen des Vor­sit­zen­den genü­gen den ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen nicht, wenn der Vor­sit­zen­de die für sei­ne Ent­schei­dung maß­ge­ben­den Grün­de nicht offen­legt und dadurch den betrof­fe­nen Pres­se­ver­tre­tern nicht zu erken­nen gibt, dass in die Abwä­gung alle dafür erheb­li­chen Umstän­de ein­ge­stellt wor­den sind Im ver­fas­sungs­ge­richt­li­chen Eil­ver­fah­ren braucht nicht geklärt zu wer­den, ob sit­zungs­po­li­zei­li­che Anordnungen,

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Durch­su­chung der Ver­tei­di­ger – das OLG Mün­chen darf das

Der Bun­des­ge­richts­hof hat es (erneut) offen­ge­las­sen, ob sit­zungs­po­li­zei­li­che Maß­nah­men im Sin­ne des § 176 GVG über­haupt der Anfech­tung unter­lie­gen oder der Beschwer­de ent­zo­gen sind. Denn auch bei Annah­me der grund­sätz­li­chen Anfecht­bar­keit sit­zungs­po­li­zei­li­cher Maß­nah­men wür­de sich die­se nach den all­ge­mei­nen Vor­schrif­ten über die Beschwer­de gemäß § 304 Abs. 1 StPO rich­ten, mit der

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Sit­zungs­po­li­zei­li­che Maß­nah­men – und das Beschwerderecht

Bei sit­zungs­po­li­zei­li­chen Maß­nah­men im Sin­ne des § 176 GVG ent­hält das Gerichts­ver­fas­sungs­ge­setz kei­ne aus­drück­li­che Rege­lung zur Anfech­tung die­ser Maß­nah­men. § 181 Abs. 1 GVG sieht ledig­lich ein befris­te­tes Rechts­mit­tel gegen die Fest­set­zung von Ord­nungs­mit­teln nach §§ 178, 180 GVG vor. Dar­aus zieht die herr­schen­de Mei­nung den Schluss, dass alle sons­ti­gen sit­zungs­po­li­zei­li­chen Maßnahmen

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Sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nun­gen zur Pres­se­be­richt­erstat­tung – und der Rechtsweg

Gegen die sit­zungs­po­li­zei­li­che Anord­nung des Vor­sit­zen­den einer Straf­kam­mer des Land­ge­richts, nach der nur ver­pi­xel­te Bild­auf­nah­men von Pro­zess­be­tei­lig­ten ver­öf­fent­licht wer­den dür­fen, muss zunächst Beschwer­de zum Ober­lan­des­ge­richt erho­ben wer­den. Der Grund­satz der Rechts­weg­er­schöp­fung nach § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG ver­langt, vor der Ein­le­gung einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de vor­ran­gig alle ande­ren nicht offen­sicht­lich unzu­läs­si­gen Rechtsbehelfe

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