Bei­hil­fe – ohne kau­sa­le Aus­wir­kung auf die Tat

Wegen Bei­hil­fe wird gemäß § 27 Abs. 1 StGB bestraft, wer vor­sätz­lich einem ande­ren zu des­sen vor­sätz­lich began­ge­ner rechts­wid­ri­ger Tat Hil­fe leis­tet.

Bei­hil­fe – ohne kau­sa­le Aus­wir­kung auf die Tat

Die­se Hil­fe­leis­tung muss sich auf die Bege­hung der Haupt­tat zwar nicht kau­sal aus­wir­ken; erfor­der­lich ist aber, dass sie die Haupt­tat zu irgend­ei­nem Zeit­punkt zwi­schen Ver­suchs­be­ginn und Been­di­gung in irgend­ei­ner Wei­se erleich­tert oder för­dert 1.

Straf­ba­re Betei­li­gung kann auch in Form der psy­chi­schen Bei­hil­fe ver­wirk­licht wer­den.

Die blo­ße Anwe­sen­heit am Tat­ort in Kennt­nis einer Straf­tat reicht dazu aller­dings selbst bei deren Bil­li­gung nicht aus 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Juli 2016 – 1 StR 94/​16

  1. st. Rspr.; BGH, Beschlüs­se vom 09.07.2015 – 2 StR 58/​15, NStZ-RR 2015, 343, 344; und vom 04.02.2016 – 1 StR 344/​15, NStZ-RR 2016, 136, 137; BGH, Urteil vom 16.01.2008 – 2 StR 535/​07, NStZ 2008, 284 mwN[]
  2. vgl. dazu BGH, Urteil vom 24.10.2001 – 3 StR 237/​01, NStZ 2002, 139, 140 mwN sowie BGH, Beschlüs­se vom 22.12 2015 – 2 StR 419/​15 Rn. 11; und vom 04.02.2016 – 1 StR 344/​15, NStZ-RR 2016, 136, 137[]