Bewäh­rung – und der Bewer­tungs­spiel­raum des Rich­ters

Eine Stra­fe von unter einem Jahr Frei­heits­stra­fe kann gemäß § 56 Abs. 1 StGB zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wer­den, wenn zu erwar­ten ist, dass der Ver­ur­teil­te sich schon die Ver­ur­tei­lung zur War­nung die­nen lässt und künf­tig auch ohne die Ein­wir­kung des Straf­voll­zugs kei­ne Straf­ta­ten mehr bege­hen wird.

Bewäh­rung – und der Bewer­tungs­spiel­raum des Rich­ters

Bei der inso­weit anzu­stel­len­den Gesamt­wür­di­gung, ins­be­son­de­re der in § 56 Abs. 1 Satz 2 StGB genann­ten Umstän­de, kommt dem Tatrich­ter ein Bewer­tungs­spiel­raum zu, die vom Revi­si­ons­ge­richt bis zur Gren­ze des Ver­tret­ba­ren hin­zu­neh­men ist 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 28. März 2018 – 2 StR 516/​17

  1. vgl. BGH, NStZ-RR 2007, 303[]