Der Cana­bis-Han­del in der Mietwohnung

Ohne eine irgend­wie gear­te­te, die Han­dels­tä­tig­keit objek­tiv för­dern­de Unter­stüt­zungs­hand­lung erfüllt es nicht die Vor­aus­set­zun­gen einer straf­ba­ren Bei­hil­fe, dass der Woh­nungs­in­ha­ber die Lage­rung von Betäu­bungs­mit­teln und deren Ver­kauf aus der Woh­nung her­aus kennt und bil­ligt [1].

Der Cana­bis-Han­del in der Mietwohnung

Man­gels Garan­ten­stel­lung der Woh­nungs­in­ha­be­rin schei­det auch eine Straf­bar­keit wegen Bei­hil­fe durch Unter­las­sen aus, denn ein Woh­nungs­in­ha­ber hat grund­sätz­lich nicht recht­lich dafür ein­zu­ste­hen, dass in sei­nen Räu­men durch ande­re Per­so­nen kei­ne Straf­ta­ten began­gen wer­den [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 21. Okto­ber 2020 – 6 StR 227/​20

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüs­se vom 16.02.2016 – 4 StR 459/​15, Stra­Fo 2016, 215; vom 17.11.2011 – 2 StR 348/​11, NStZ-RR 2012, 58[]
  2. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 19.12.2013 – 4 StR 300/​13, NStZ 2014, 164; Beschluss vom 30.09.2009 – 2 StR 329/​09, NStZ 2010, 221[]