Der Tür­ste­her als Gehil­fe

Dar­in, dass die Tür offen gehal­ten wird, um dem Täter nach der Schuss­ab­ga­be die Flucht zu erleich­tern und ihm bei der Tat­aus­füh­rung bei­zu­ste­hen, kann eine zumin­dest psy­chi­sche Hil­fe­leis­tung gese­hen wer­den.

Der Tür­ste­her als Gehil­fe

Denn der Täter konn­te sich dadurch in sei­nem Tatent­schluss bestärkt sehen und ein erhöh­tes Gefühl der Sicher­heit ver­mit­telt bekom­men 1.

Dem steht auch nicht ent­ge­gen, dass der Tür­ste­her kein eige­nes Inter­es­se an der Tat gehabt habe. Das hin­dert allen­falls die Annah­me von Mit­tä­ter­schaft (§ 25 Abs. 2 StGB).

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 16. Juni 2016 – 3 StR 124/​16

  1. vgl. dazu BGH, Urtei­le vom 21.07.1993 – 2 StR 282/​93, NStZ 1993, 535; vom 03.11.1994 – 3 StR 62/​94, BGHSt 40, 307, 315 f.; Beschluss vom 17.03.1995 – 2 StR 84/​95, NStZ 1995, 490, 491[]