Die Beschrän­kung der Revi­si­on

Ein Rechts­mit­tel kann auf sol­che Beschwer­de­punk­te beschränkt wer­den, die los­ge­löst von dem nicht ange­grif­fe­nen Teil der Ent­schei­dung nach dem inne­ren Zusam­men­hang recht­lich und tat­säch­lich selb­stän­dig beur­teilt wer­den kön­nen, ohne eine Prü­fung des übri­gen Urteils­in­halts not­wen­dig zu machen 1.

Die Beschrän­kung der Revi­si­on

Das ist im Ver­hält­nis zwi­schen Straf­ta­ten, die tat­mehr­heit­lich (§ 53 StGB) ver­wirk­licht wor­den sind, regel­mä­ßig der Fall 2.

Auch eine den Schuld­spruch unbe­rührt las­sen­de iso­lier­te Anfech­tung des Straf- bzw. Rechts­fol­gen­aus­spruchs ist grund­sätz­lich mög­lich 3.

Aus­ge­hend von die­sen Maß­stä­ben ist eine Beschrän­kung der Anfech­tung des Schuld­spruchs nur hin­sicht­lich eines Teils von in Tat­mehr­heit zuein­an­der ste­hen­den Taten bei voll­um­fäng­li­cher Anfech­tung des Rechts­fol­gen­aus­spruchs wirk­sam. Etwas ande­res gilt nur, wenn Umstän­de vor­lie­gen, aus denen sich aus­nahms­wei­se eine untrenn­ba­re Ver­knüp­fung von Schuld- und Rechts­fol­gen­fra­ge ergibt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 25. April 2018 – 1 StR 136/​18

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 05.12 2017 – 1 StR 416/​17 Rn. 10 [inso­weit nicht abge­druckt in NStZ 2018, 206] und Beschluss vom 09.04.1999 – 3 StR 77/​99, NStZ-RR 1999, 359[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 05.12 2017 – 1 StR 416/​17 Rn. 10 [inso­weit nicht abge­druckt in NStZ 2018, 206] sowie Beschlüs­se vom 22.07.1971 – 4 StR 184/​71, BGHSt 24, 185, 188 f.; und vom 09.11.1972 – 4 StR 457/​71, BGHSt 25, 72, 74[]
  3. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 29.03.2018 – 4 StR 568/​17 Rn. 12; Beschlüs­se vom 21.10.1980 – 1 StR 262/​80, BGHSt 29, 359, 364 f.; und vom 24.07.1963 – 4 StR 168/​63, BGHSt 19, 46, 48; Mey­er-Goß­ner/­Sch­mitt, StPO, 61. Aufl., § 318 Rn. 16 mwN[]