Gleich­för­mig began­ge­ne Taten – und die Gesamt­stra­fen­bil­dung

Wer­den Taten gleich­för­mig in Serie began­gen, kann sich dar­aus eine Ver­min­de­rung des Schuld­ge­halts der Fol­ge­ta­ten erge­ben, wenn auf Grund des inne­ren Zusam­men­hangs auf eine her­ab­ge­setz­te Hemm­schwel­le geschlos­sen wer­den kann 1.

Gleich­för­mig began­ge­ne Taten – und die Gesamt­stra­fen­bil­dung

Da die Schuld des Täters in Bezug auf die Ein­zel­ta­ten durch eine Mehr­heit von Taten erhöht wer­den kann, ist es mög­lich, auch die­sen Umstand schon bei der Bemes­sung der Ein­zel­stra­fe und bei der Erwä­gung mit in Betracht zu zie­hen, ob jeweils ein min­der schwe­rer Fall bejaht wer­den kann 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. Juli 2016 – 2 StR 18/​16

  1. vgl. BGH, Urteil vom 15.05.1991 – 2 StR 130/​91, BGHR StGB § 46 Abs. 2 Tat­um­stän­de 8; Beschluss vom 22.12 2011 – 4 StR 581/​11, Stra­Fo 2012, 151, 152; Beschluss vom 12.11.2008 – 2 StR 355/​08, NStZ-RR 2009, 72[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 30.11.1971 – 1 StR 485/​71, BGHSt 24, 268, 271; Beschluss vom 06.06.1994 – 5 StR 229/​94; Urteil vom 28.03.2013 – 4 StR 467/​12[]