Jugend­stra­fe – die Schwe­re der Schuld und der Erzie­hungs­ge­dan­ke

Auch bei einer allein mit der Schwe­re der Schuld begrün­de­ten Ver­hän­gung von Jugend­stra­fe sind erzie­he­ri­sche Gesichts­punk­te bei der Straf­be­mes­sung maß­ge­bend, wenn­gleich nicht allein aus­schlag­ge­bend1.

Jugend­stra­fe – die Schwe­re der Schuld und der Erzie­hungs­ge­dan­ke

Bei­de Gesichts­punk­te ste­hen dabei in der Regel mit­ein­an­der im Ein­klang, da die cha­rak­ter­li­che Hal­tung und das in der Tat zum Aus­druck kom­men­de Per­sön­lich­keits­bild nicht nur für das Erzie­hungs­be­dürf­nis, son­dern auch für die Bewer­tung der Schuld von Bedeu­tung sind2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. Sep­tem­ber 2018 – 4 StR 87/​18

  1. st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urtei­le vom 23.04.1998 – 4 StR 12/​98, NStZ-RR 1998, 285 [Ls]; vom 31.08.2004 – 1 StR 213/​04, Stra­Fo 2005, 42 []
  2. BGH, Urtei­le vom 23.10.1997 – 5 StR 486/​97; vom 04.08.2016 – 4 StR 142/​16, NStZ 2017, 648, 649 mwN []