Kör­per­ver­let­zung durch den Zuhäl­ter

Dient die Kör­per­ver­let­zung dazu, die Umstän­de der Pro­sti­tu­ti­ons­aus­übung durch die Geschä­dig­te zu bestim­men (hier: der Schlag ins Gesicht wegen eines abge­lehn­ten Frei­ers), so ist sie Teil der Tat­hand­lung der zum Nach­teil der Geschä­dig­ten began­ge­nen diri­gis­ti­schen Zuhäl­te­rei nach § 181a Abs. 1 Nr. 2 2. Alter­na­ti­ve StGB.

Kör­per­ver­let­zung durch den Zuhäl­ter

Zwi­schen der Kör­per­ver­let­zung und der Zuhäl­te­rei besteht in einem sol­chen Fall mit­hin Tat­ein­heit 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 24. April 2018 – 4 StR 456/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 16.02.1993 – 5 StR 673/​92; Beschluss vom 10.03.1987 – 1 StR 41/​87, BGHR StGB § 181a Abs. 1 Nr. 1 Kon­kur­ren­zen 2; Urteil vom 28.06.1983 – 1 StR 44/​83, bei Holtz, MDR 1983, 984; Beschluss vom 10.05.1983 – 4 StR 224/​83, bei Holtz, MDR 1983, 793[]