Psy­chi­sche Bei­hil­fe – und der erfor­der­li­che Tat­bei­trag

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung ist als Hil­fe­leis­tung im Sin­ne des § 27 Abs. 1 StGB grund­sätz­lich jede Hand­lung anzu­se­hen, wel­che die Her­bei­füh­rung des Tat­er­fol­ges durch den Haupt­tä­ter objek­tiv för­dert oder erleich­tert; dass sie für den Ein­tritt des Erfol­ges in sei­nem kon­kre­ten Geprä­ge in irgend­ei­ner Wei­se kau­sal wird, ist nicht erfor­der­lich.

Psy­chi­sche Bei­hil­fe – und der erfor­der­li­che Tat­bei­trag

Eine sol­che Unter­stüt­zung kann auch in der Form der psy­chi­schen Bei­hil­fe geleis­tet wer­den.

Vor­aus­set­zung dafür ist aller­dings ein kon­kre­ter Tat­bei­trag des Gehil­fen, durch den der Haupt­tä­ter in sei­nem Tatent­schluss bestärkt wird 1.

An einer psy­chi­schen Bei­hil­fe fest es, wenn es an der erfor­der­li­chen Bestär­kung des Tatent­schlus­ses fehlt.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Febru­ar 2016 – 3 StR 503/​15

  1. s. etwa BGH, Beschluss vom 25.10.2011 – 3 StR 206/​11, NStZ 2012, 316 mwN[]