Raub – und der min­der schwe­re Fall

Die Rege­lung des min­der schwe­ren Fal­les in § 250 Abs. 3 StGB dif­fe­ren­ziert nicht zwi­schen den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stän­den der Absät­ze 1 und 2, deren jewei­li­ger Unrechts­grad in einer deut­lich abge­stuf­ten Min­dest­straf­an­dro­hung zum Aus­druck kommt.

Raub – und der min­der schwe­re Fall

Zwar darf im Hin­blick auf § 46 Abs. 3 StGB ein min­der schwe­rer Fall nicht schon des­halb abge­lehnt wer­den, weil gemäß § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB ein gefähr­li­ches Werk­zeug ver­wen­det wur­de 1, inner­halb des Straf­rah­mens des § 250 Abs. 3 StGB kann die­ser Umstand aber zu Las­ten des Täters ver­wer­tet wer­den 2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 19. Dezem­ber 2018 – 2 StR 477/​17

  1. BGH, Beschluss vom 10.05.2007 – 5 StR 96/​07[]
  2. vgl. Kin­zig in Schönke/​Schröder, StGB, 30. Aufl., § 46 Rn. 49; vgl. auch BGH, Urteil vom 15.05.2018 – 1 StR 159/​17 166 für den Fall der straf­schär­fen­den Berück­sich­ti­gung der Erfül­lung des Regel­bei­spiels nach Ableh­nung eines beson­ders schwe­ren Fal­les[]