Raub – und das fest­ge­setz­te Auto des Opfers

Gemäß § 249 Abs. 1 Alt. 1 StGB ist ein Raub gege­ben, wenn der Täter mit Gewalt gegen eine Per­son eine frem­de beweg­li­che Sache einem ande­ren in der Absicht weg­nimmt, die Sache sich oder einem Drit­ten rechts­wid­rig zuzu­eig­nen. Der Ein­satz eines qua­li­fi­zier­ten Nöti­gungs­mit­tels im Sin­ne des § 249 Abs. 1 StGB in Form

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Mit­tä­ter oder Gehil­fe?

Bei Betei­li­gung meh­re­rer Per­so­nen, von denen nicht jede sämt­li­che Tat­be­stands­merk­ma­le ver­wirk­licht, ist Mit­tä­ter im Sin­ne von § 25 Abs. 2 StGB, wer einen eige­nen Tat­bei­trag leis­tet und die­sen so in die Tat ein­fügt, dass er als Teil der Hand­lung eines ande­ren Betei­lig­ten und umge­kehrt des­sen Han­deln als Ergän­zung des eige­nen Tat­an­teils

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Eigen­in­ter­es­se – oder: die aus der Ban­den­ab­re­de her­aus­fal­len­den Tat

Stellt sich die Ansich­nah­me der Raub­beu­te durch einen der Täter nicht als Rea­li­sie­rung der zwi­schen den Tätern getrof­fe­nen Ban­den­ab­re­de dar, son­dern dien­te sie allein dem eige­nen Inter­es­se des Han­deln­den, das er außer­halb des ursprüng­li­chen Tat­plans ver­folg­te , ist hier­durch die Annah­me eines voll­ende­ten beson­ders schwe­ren Rau­bes durch den ande­ren Täter

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Ich will zurück in Haft! – oder: Raub ohne Zueig­nungs­ab­sicht

Eine Zueig­nungs­ab­sicht schei­det aber aus, wenn der Täter die frem­de beweg­li­che Sache nur weg­nimmt, um sodann gestellt zu wer­den und die Sache sogleich wie­der an den Eigen­tü­mer zurück­ge­lan­gen zu las­sen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war die Ange­klag­te am 12.05.2018 aus der Haft ent­las­sen wor­den. Da sie mit

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Raub – und der Gewahr­sam am Geld­tre­sor des Bau­markts

Die Weg­nah­me im Sin­ne von § 249 Abs. 1 StGB setzt vor­aus, dass die Täter frem­den Gewahr­sam gebro­chen und neu­en eige­nen begrün­det haben. Gewahr­sam ist die vom Herr­schafts­wil­len getra­ge­ne tat­säch­li­che Sach­herr­schaft. Ob und wer Gewahr­sam an einer Sache hat, beur­teilt sich nach den Umstän­den des ein­zel­nen Fal­les und den Anschau­un­gen des

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Raub – und der min­der schwe­re Fall

Die Rege­lung des min­der schwe­ren Fal­les in § 250 Abs. 3 StGB dif­fe­ren­ziert nicht zwi­schen den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stän­den der Absät­ze 1 und 2, deren jewei­li­ger Unrechts­grad in einer deut­lich abge­stuf­ten Min­dest­straf­an­dro­hung zum Aus­druck kommt. Zwar darf im Hin­blick auf § 46 Abs. 3 StGB ein min­der schwe­rer Fall nicht schon des­halb abge­lehnt wer­den, weil

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Gefähr­li­cher Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr – und die erfor­der­li­che Gefähr­dung

Ein voll­ende­ter gefähr­li­cher Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr erfor­dert, dass durch eine der in den Num­mern 1 bis 3 des § 315b Abs. 1 StGB genann­ten Tat­hand­lun­gen eine Beein­träch­ti­gung der Sicher­heit des Stra­ßen­ver­kehrs her­bei­ge­führt wor­den ist, die sich zu einer kon­kre­ten Gefähr­dung von Leib oder Leben eines ande­ren Men­schen oder einer frem­den Sache von

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Beson­ders schwe­rer Raub – und der Wurf mit dem Tre­sor

Der Begriff des Ver­wen­dens im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB umfasst jeden zweck­ge­rich­te­ten Gebrauch. Er bezieht sich auf den Ein­satz des Nöti­gungs­mit­tels im Grund­tat­be­stand, so dass ein Ver­wen­den immer dann zu beja­hen ist, wenn der Täter zur Weg­nah­me einer frem­den beweg­li­chen Sache eine Waf­fe oder ein gefähr­li­ches Werk­zeug

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(Beson­ders) schwe­rer Raub – und die unge­la­de­ne Schuss­waf­fe

Eine unge­la­de­ne Schuss­waf­fe bzw. Gas­o­der Schreck­schuss­pis­to­le, die vom Täter als Droh­mit­tel zur Ver­hin­de­rung oder Über­win­dung von Wider­stand einer ande­ren Per­son ein­ge­setzt wird, unter­fällt (ledig­lich) dem Tat­be­stand des schwe­ren Rau­bes nach § 250 Abs. 1 Nr. 1b StGB . Mit ihr ist dage­gen nicht der Tat­be­stand des beson­ders schwe­ren Rau­bes gemäß §

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Raub, Gewalt, Dro­hung – und der Final­zu­sam­men­hang

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung muss zwi­schen der Dro­hung mit oder dem Ein­satz von Gewalt und der Weg­nah­me beim Raub eine fina­le Ver­knüp­fung bestehen; Gewalt oder Dro­hung müs­sen das Mit­tel zur Ermög­li­chung der Weg­nah­me sein. An einer sol­chen Ver­knüp­fung fehlt es, wenn eine Nöti­gungs­hand­lung nicht zum Zwe­cke der Weg­nah­me vor­ge­nom­men wird, son­dern

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Der lee­re Safe

Befin­det sich in einem Behält­nis, das die Täter in ihren Gewahr­sam brin­gen, nicht die vor­ge­stell­te wert­hal­ti­ge Beu­te, kann nicht wegen eines voll­ende­ten Dieb­stahls oder Rau­bes, son­dern nur wegen (fehl­ge­schla­ge­nen) Ver­suchs ver­ur­teilt wer­den . Dem­ge­mäß ver­nein­te der Bun­des­ge­richts­hof im hier ent­schie­de­nen Fall einen voll­ende­ten Raub, da sich die Zueig­nungs­ab­sicht des Ange­klag­ten

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Jugend­stra­fe – und die Schwe­re der Schuld

Nach der Recht­spre­chung und Tei­len der Lite­ra­tur kommt dem Unrecht der Tat bei der Prü­fung der Schwe­re der Schuld im Sin­ne von § 17 Abs. 2 Var. 2 JGG im All­ge­mei­nen kei­ne selbst­stän­di­ge Bedeu­tung zu . Ent­schei­dend ist, inwie­weit sich die cha­rak­ter­li­che Hal­tung und die Per­sön­lich­keit sowie die Tat­mo­ti­va­ti­on des Her­an­wach­sen­den in

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Rück­tritt vom Ver­such – und die jugend­straf­recht­li­che Beur­tei­lung der Schuld­schwe­re

Im Fall eines frei­wil­li­gen Rück­tritts vom Ver­such – wie hier vom ver­such­ten beson­ders schwe­ren Raub – ist die schul­d­er­hö­hen­de Berück­sich­ti­gung des zunächst gege­be­nen Voll­endungs­vor­sat­zes im Rah­men der Prü­fung der Schwe­re der Schuld jeden­falls dann rechts­feh­ler­haft, wenn nicht der Umstand der frei­wil­li­gen Abkehr von die­sem Vor­satz glei­cher­ma­ßen in den Blick genom­men

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Bei­hil­fe zum Raub – und die blo­ße Kennt­nis von der Tat

Wegen Bei­hil­fe wird gemäß § 27 Abs. 1 StGB bestraft, wer vor­sätz­lich einem ande­ren zu des­sen vor­sätz­lich began­ge­ner rechts­wid­ri­ger Tat Hil­fe leis­tet. Die­se Hil­fe­leis­tung muss sich auf die Bege­hung der Haupt­tat zwar nicht kau­sal aus­wir­ken; erfor­der­lich ist aber, dass sie die Haupt­tat zu irgend­ei­nem Zeit­punkt zwi­schen Ver­suchs­be­ginn und Been­di­gung in irgend­ei­ner

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Raub – und die fina­le Ver­knüp­fung zwi­schen Gewalt und Weg­nah­me

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung muss zwi­schen der Dro­hung mit oder dem Ein­satz von Gewalt und der Weg­nah­me beim Raub eine fina­le Ver­knüp­fung bestehen; Gewalt oder Dro­hung müs­sen das Mit­tel zur Ermög­li­chung der Weg­nah­me sein. An einer sol­chen Ver­knüp­fung fehlt es, wenn eine Nöti­gungs­hand­lung nicht zum Zwe­cke der Weg­nah­me vor­ge­nom­men wird, son­dern

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Raub oder räu­be­ri­sche Erpres­sung?

Die Abgren­zung von Raub und räu­be­ri­scher Erpres­sung erfolgt nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nach dem äuße­ren Erschei­nungs­bild des ver­mö­gens­schä­di­gen­den Ver­hal­tens des Ver­letz­ten, näm­lich danach, ob der Täter eine frem­de beweg­li­che Sache weg­nimmt oder das Opfer sie ihm über­gibt . Im vor­lie­gend vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat der Ange­klag­te nach den

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Dieb­stahl, Raub – und die Zueig­nungs­ab­sicht

Die Zueig­nungs­ab­sicht ist gege­ben, wenn der Täter im Zeit­punkt der Weg­nah­me die frem­de Sache unter Aus­schlie­ßung des Eigen­tü­mers oder bis­he­ri­gen Gewahr­sams­in­ha­bers kör­per­lich oder wirt­schaft­lich für sich oder einen Drit­ten erlan­gen und sie der Sub­stanz oder dem Sach­wert nach sei­nem Ver­mö­gen oder dem eines Drit­ten ‚ein­ver­lei­ben‘ oder zufüh­ren will . An

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Raub mit K.O.-Tablette

Der Ein­satz einer K.O.-Tablette erfüllt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht den Tat­be­stand des beson­ders schwe­ren Rau­bes son­dern ledig­lich den Tat­be­stand des § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b StGB. Danach ist ein nar­ko­ti­sie­ren­des Mit­tel – selbst wenn es zu einer vor­über­ge­hen­den Bewusst­lo­sig­keit führt – kein gefähr­li­ches Werk­zeug im Sin­ne des §

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Beson­ders schwe­rer Raub – und das Brech­ei­sen als Waf­fe

Das Tat­be­stands­merk­mal des Ver­wen­dens im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 Var. 2 StGB umfasst jeden zweck­ge­rich­te­ten Gebrauch eines objek­tiv gefähr­li­chen Tat­mit­tels. Nach der Kon­zep­ti­on der Raub­de­lik­te bezieht sich das Ver­wen­den auf den Ein­satz des Nöti­gungs­mit­tels bezo­gen auf den Grund­tat­be­stand des Rau­bes; es liegt sonach vor, wenn der Täter eine

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Weg­ge­sto­ßen vom Geld­au­to­ma­ten

Stößt jemand einen Bank­kun­de, der sei­ne Bank­kar­te in den Geld­aus­ga­be­au­to­ma­ten ein­ge­scho­ben und sei­ne Geheim­num­mer ein­ge­ge­ben hat­te; vom Auto­ma­ten weg, wählt einen Aus­zah­lungs­be­trag (hier: von 500 €) und ent­nimmt das vom Geld­au­to­ma­ten aus­ge­ge­be­ne Bar­geld, um sich zu Unrecht zu berei­chern, so liegt hier­in Raub gemäß § 249 Abs. 1 StGB liegt nicht vor.

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Nöti­gung zur Her­aus­ga­be von Betäu­bungs­mit­teln

Die Nöti­gung zur Her­aus­ga­be von Betäu­bungs­mit­teln kann eine straf­ba­re (räu­be­ri­sche) Erpres­sung dar­stel­len. Der 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hof hat­te zunäcsht beab­sich­tigt abwei­chend von der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung – zu ent­schei­den, die Nöti­gung zur Her­aus­ga­be von Betäu­bungs­mit­teln rich­te sich nicht gegen das Ver­mö­gen des Genö­tig­ten und erfül­le daher nicht den Tat­be­stand einer Erpres­sung

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Frei­heits­be­rau­bung – und der Raub

Die Frei­heits­be­rau­bung (§ 239 StGB) tritt im Wege der Geset­zes­kon­kur­renz hin­ter den Tat­be­stand des Rau­bes (§ 249 StGB) zurück, wenn die Frei­heits­be­rau­bung nur das tat­be­stand­li­che Gewalt­mit­tel zur Bege­hung des Rau­bes ist . So liegt es jedoch nicht, wenn der Täger sein Tat­op­fer wäh­rend des mehr­ak­ti­gen Raub­ge­sche­hens über einen Zeit­raum von

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Der Schlüs­sel als tat­be­stands­qua­li­fi­zie­ren­de Dro­hungs­mit­tel

Es reicht zur Erfül­lung des Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stan­des des § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b StGB nicht aus, irgend­ei­nen Gegen­stand zur Über­win­dung des Wider­stands eines Drit­ten ein­zu­set­zen. Nach dem wei­ten Wort­laut der Norm ist es zwar nicht erfor­der­lich, dass das mit­ge­führ­te Werk­zeug oder Mit­tel sei­ner Beschaf­fen­heit nach objek­tiv geeig­net ist, das Opfer durch

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Raub mit Todes­fol­ge – und der qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Gefahr­zu­sam­men­hang

Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der für § 251 StGB erfor­der­li­che qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Zusam­men­hang nicht nur gege­ben ist, wenn der Täter durch die Nöti­gungs­hand­lung, die der Ermög­li­chung der Weg­nah­me dient, den Tod des Opfers her­bei­führt. Bei einer auf den Zweck der Vor­schrift des § 251 StGB abstel­len­den Betrach­tungs­wei­se

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Schwe­rer Raub – und die feh­len­de Tat­pro­vo­ka­ti­on in der Straf­zu­mes­sung

Das Gericht darf bei der Prü­fung, ob für die Straf­zu­mes­sung vom Regel­straf­rah­men des § 250 Abs. 2 StGB oder von dem­je­ni­gen für einen min­der schwe­ren Fall nach § 250 Abs. 3 StGB aus­zu­ge­hen ist, nicht zu Las­ten des Ange­klag­ten dar­auf abstel­len, dass die­ser nicht durch eine Pro­vo­ka­ti­on des Geschä­dig­ten zur Tat gedrängt

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