Das zuerst noch aus­ge­raub­te arg- und wehr­lo­se Mordopfer

Wer sein arg­lo­ses Opfer in Tötungs­ab­sicht in eine Fal­le lockt und es dadurch in eine andau­ern­de wehr­lo­se Lage bringt, tötet auch dann heim­tü­ckisch, wenn er die durch die Arg­lo­sig­keit her­bei­ge­führ­te Wehr­lo­sig­keit tat­plan­ge­mäß vor der Umset­zung sei­nes Tötungs­vor­ha­bens zu einem Raub oder einer räu­be­ri­schen Erpres­sung aus­nutzt. In dem hier vom Bundesgerichtshof

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Raub mit Todes­fol­ge – und die Pati­en­ten­ver­fü­gung des Opfers

Der qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Risi­ko­zu­sam­men­hang im Sin­ne des § 251 StGB wird nicht dadurch unter­bro­chen, dass die behan­deln­den Ärz­te mit Blick auf eine wirk­sa­me Pati­en­ten­ver­fü­gung in recht­mä­ßi­ger Wei­se von einer Wei­ter­be­hand­lung des mori­bun­den Raub­op­fers abse­hen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Streit­fall war die unter Nie­ren­in­suf­fi­zi­enz und Dia­be­tes lei­den­de 84jährige spä­ter Verstorbene

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Raub mit Todes­fol­ge – und die spä­ten Schlä­ge des Mittäters

Ein (suk­zes­siv) mit­tä­ter­schaft­lich began­ge­ner Raub mit Todes­fol­ge (§ 251 StGB) kann auch dann vor­lie­gen, wenn das bekann­ter­ma­ßen gesund­heit­lich vor­ge­schä­dig­te und über einen län­ge­ren Zeit­raum zum Zweck der Beu­teer­lan­gung miss­han­del­te Tat­op­fer den töd­li­chen Herz­in­farkt erst infol­ge der ihm von einer Mit­tä­te­rin aus Wut über die uner­gie­bi­ge Tat­beu­te ver­setz­ten Schlä­ge und des

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Frei­heits­be­rau­bung nach dem Raub

Wird das gefes­sel­te Opfer vom Räu­ber im Wohn­zim­mer sei­nes Hau­ses zurück­ge­las­sen und die Tür zwi­schen Die­le und Wohn­zim­mer ver­rie­gelt, kann dadurch der Tat­be­stand der Frei­heits­be­rau­bung (§ 239 Abs. 1 StGB) in der Vari­an­te des Ein­sper­rens ver­wirk­licht wor­den sein. Eine Frei­heits­be­rau­bung tritt im Wege der Geset­zes­kon­kur­renz hin­ter einen Raub nur inso­weit zurück, als

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Raub – und die suk­zes­si­ve Mittäterschaft

Suk­zes­si­ve Mit­tä­ter­schaft, die sich auch auf die Ver­wirk­li­chung von qua­li­fi­zie­ren­den Merk­ma­len bezie­hen kann, liegt vor, wenn in Kennt­nis und mit Bil­li­gung des bis­her Gesche­he­nen – auch wenn dies von dem ursprüng­li­chen gemein­sa­men Tat­plan abweicht – in eine bereits begon­ne­ne Aus­füh­rungs­hand­lung als Mit­tä­ter ein­ge­tre­ten wird. Das Ein­ver­ständ­nis bezieht sich dann auf die

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Der Raub mit der Schreckschusspistole

Dass die Dro­hung mit einer nicht aus­schließ­bar unge­la­de­nen Gas­pis­to­le im Rah­men eines Raub­ge­sche­hens beim Opfer zu – psy­chisch ver­mit­tel­ten – phy­si­schen Fol­gen führt, die als Gesund­heits­be­schä­di­gung im Sin­ne von § 223 Abs. 1, § 224 StGB ein­zu­ord­nen sind, und der Täter mit die­ser Mög­lich­keit gerech­net und sie bil­li­gend in Kauf

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Raub mit Todes­fol­ge – und der Exzess des Mittäters

Jeder Mit­tä­ter haf­tet für das Han­deln der ande­ren nur im Rah­men sei­nes – zumin­dest beding­ten – Vor­sat­zes. Er ist für den Tat­er­folg mit­hin nur inso­weit ver­ant­wort­lich, als sein Wil­le reicht, so dass ihm ein Exzess der ande­ren nicht zur Last fällt. Gemes­sen dar­an begeg­ne­te im hier ent­schie­de­nen Fall die unter­blie­be­ne Verurteilung

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Das Besor­gen der Schuss­waf­fe für einen Überfall

Schon allein das Beschaf­fen einer gela­de­nen Schuss­waf­fe für einen Über­fall auf ein bekann­ter­ma­ßen wehr­haf­tes Opfer kann aber die Vor­her­seh­bar­keit eines töd­li­chen Gesche­hens­ver­lau­fes und damit eine Straf­bar­keit wegen fahr­läs­si­ger Tötung­be­grün­den. Der Beschaf­fer der Waf­fe hat durch sei­nen maß­geb­li­chen Tat­bei­trag eine (straf­rechts­wid­ri­ge) ursäch­li­che Bedin­gung für den Tod des Raub­op­fers gesetzt. Auch liegt

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Der Räu­ber und die gela­de­ne Gasdruckpistole

Hat ein Täter bei dem von ihm aus­ge­führ­ten Raub­über­fall eine gela­de­ne Gas­druck­pis­to­le als Droh­mit­tel ein­ge­setzt, muss vom Gericht jeden­falls dann fest­ge­stellt wer­den, ob bei die­ser Pis­to­le der Gas­druck nach vor­ne aus­trat, wenn sich dies nicht auf der Grund­la­ge der getrof­fe­nen Fest­stel­lun­gen anhand all­ge­mein zugäng­li­cher Quel­len erschließt. Dies ist nach der

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Raub – und das fest­ge­setz­te Auto des Opfers

Gemäß § 249 Abs. 1 Alt. 1 StGB ist ein Raub gege­ben, wenn der Täter mit Gewalt gegen eine Per­son eine frem­de beweg­li­che Sache einem ande­ren in der Absicht weg­nimmt, die Sache sich oder einem Drit­ten rechts­wid­rig zuzu­eig­nen. Der Ein­satz eines qua­li­fi­zier­ten Nöti­gungs­mit­tels im Sin­ne des § 249 Abs. 1 StGB in Form

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Mit­tä­ter oder Gehilfe?

Bei Betei­li­gung meh­re­rer Per­so­nen, von denen nicht jede sämt­li­che Tat­be­stands­merk­ma­le ver­wirk­licht, ist Mit­tä­ter im Sin­ne von § 25 Abs. 2 StGB, wer einen eige­nen Tat­bei­trag leis­tet und die­sen so in die Tat ein­fügt, dass er als Teil der Hand­lung eines ande­ren Betei­lig­ten und umge­kehrt des­sen Han­deln als Ergän­zung des eige­nen Tatanteils

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Eigen­in­ter­es­se – oder: die aus der Ban­den­ab­re­de her­aus­fal­len­den Tat

Stellt sich die Ansich­nah­me der Raub­beu­te durch einen der Täter nicht als Rea­li­sie­rung der zwi­schen den Tätern getrof­fe­nen Ban­den­ab­re­de dar, son­dern dien­te sie allein dem eige­nen Inter­es­se des Han­deln­den, das er außer­halb des ursprüng­li­chen Tat­plans ver­folg­te, ist hier­durch die Annah­me eines voll­ende­ten beson­ders schwe­ren Rau­bes durch den ande­ren Täter nicht

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Ich will zurück in Haft! – oder: Raub ohne Zueignungsabsicht

Eine Zueig­nungs­ab­sicht schei­det aber aus, wenn der Täter die frem­de beweg­li­che Sache nur weg­nimmt, um sodann gestellt zu wer­den und die Sache sogleich wie­der an den Eigen­tü­mer zurück­ge­lan­gen zu las­sen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall war die Ange­klag­te am 12.05.2018 aus der Haft ent­las­sen wor­den. Da sie mit

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Erpres­se­ri­scher Men­schen­raub – und das Sich-Bemächtigen

Ein Sich­Be­mäch­ti­gen (in Raub­ab­sicht) im Sin­ne des § 239a Abs. 1 Halb­satz 1 StGB st anzu­neh­men, wenn der Täter die phy­si­sche Herr­schaft über das Opfer erlangt; dazu muss er weder das Opfer an einen ande­ren Ort ver­brin­gen noch den Tat­be­stand der Frei­heits­be­rau­bung erfül­len. Indes ist bei einem – auch bei Mit­tä­tern zugrunde

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Raub – und der Gewahr­sam am Geld­tre­sor des Baumarkts

Die Weg­nah­me im Sin­ne von § 249 Abs. 1 StGB setzt vor­aus, dass die Täter frem­den Gewahr­sam gebro­chen und neu­en eige­nen begrün­det haben. Gewahr­sam ist die vom Herr­schafts­wil­len getra­ge­ne tat­säch­li­che Sach­herr­schaft. Ob und wer Gewahr­sam an einer Sache hat, beur­teilt sich nach den Umstän­den des ein­zel­nen Fal­les und den Anschau­un­gen des täglichen

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Raub – und der min­der schwe­re Fall

Die Rege­lung des min­der schwe­ren Fal­les in § 250 Abs. 3 StGB dif­fe­ren­ziert nicht zwi­schen den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stän­den der Absät­ze 1 und 2, deren jewei­li­ger Unrechts­grad in einer deut­lich abge­stuf­ten Min­dest­straf­an­dro­hung zum Aus­druck kommt. Zwar darf im Hin­blick auf § 46 Abs. 3 StGB ein min­der schwe­rer Fall nicht schon des­halb abge­lehnt wer­den, weil gemäß

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Gefähr­li­cher Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr – und die erfor­der­li­che Gefährdung

Ein voll­ende­ter gefähr­li­cher Ein­griff in den Stra­ßen­ver­kehr erfor­dert, dass durch eine der in den Num­mern 1 bis 3 des § 315b Abs. 1 StGB genann­ten Tat­hand­lun­gen eine Beein­träch­ti­gung der Sicher­heit des Stra­ßen­ver­kehrs her­bei­ge­führt wor­den ist, die sich zu einer kon­kre­ten Gefähr­dung von Leib oder Leben eines ande­ren Men­schen oder einer frem­den Sache von

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Beson­ders schwe­rer Raub – und der Wurf mit dem Tresor

Der Begriff des Ver­wen­dens im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB umfasst jeden zweck­ge­rich­te­ten Gebrauch. Er bezieht sich auf den Ein­satz des Nöti­gungs­mit­tels im Grund­tat­be­stand, so dass ein Ver­wen­den immer dann zu beja­hen ist, wenn der Täter zur Weg­nah­me einer frem­den beweg­li­chen Sache eine Waf­fe oder ein gefähr­li­ches Werkzeug

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(Beson­ders) schwe­rer Raub – und die unge­la­de­ne Schusswaffe

Eine unge­la­de­ne Schuss­waf­fe bzw. Gas­o­der Schreck­schuss­pis­to­le, die vom Täter als Droh­mit­tel zur Ver­hin­de­rung oder Über­win­dung von Wider­stand einer ande­ren Per­son ein­ge­setzt wird, unter­fällt (ledig­lich) dem Tat­be­stand des schwe­ren Rau­bes nach § 250 Abs. 1 Nr. 1b StGB. Mit ihr ist dage­gen nicht der Tat­be­stand des beson­ders schwe­ren Rau­bes gemäß § 250

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Raub, Gewalt, Dro­hung – und der Finalzusammenhang

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung muss zwi­schen der Dro­hung mit oder dem Ein­satz von Gewalt und der Weg­nah­me beim Raub eine fina­le Ver­knüp­fung bestehen; Gewalt oder Dro­hung müs­sen das Mit­tel zur Ermög­li­chung der Weg­nah­me sein. An einer sol­chen Ver­knüp­fung fehlt es, wenn eine Nöti­gungs­hand­lung nicht zum Zwe­cke der Weg­nah­me vor­ge­nom­men wird, son­dern der

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Der lee­re Safe

Befin­det sich in einem Behält­nis, das die Täter in ihren Gewahr­sam brin­gen, nicht die vor­ge­stell­te wert­hal­ti­ge Beu­te, kann nicht wegen eines voll­ende­ten Dieb­stahls oder Rau­bes, son­dern nur wegen (fehl­ge­schla­ge­nen) Ver­suchs ver­ur­teilt wer­den. Dem­ge­mäß ver­nein­te der Bun­des­ge­richts­hof im hier ent­schie­de­nen Fall einen voll­ende­ten Raub, da sich die Zueig­nungs­ab­sicht des Ange­klag­ten und

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Jugend­stra­fe – und die Schwe­re der Schuld

Nach der Recht­spre­chung und Tei­len der Lite­ra­tur kommt dem Unrecht der Tat bei der Prü­fung der Schwe­re der Schuld im Sin­ne von § 17 Abs. 2 Var. 2 JGG im All­ge­mei­nen kei­ne selbst­stän­di­ge Bedeu­tung zu. Ent­schei­dend ist, inwie­weit sich die cha­rak­ter­li­che Hal­tung und die Per­sön­lich­keit sowie die Tat­mo­ti­va­ti­on des Her­an­wach­sen­den in vor­werf­ba­rer Schuld

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Rück­tritt vom Ver­such – und die jugend­straf­recht­li­che Beur­tei­lung der Schuldschwere

Im Fall eines frei­wil­li­gen Rück­tritts vom Ver­such – wie hier vom ver­such­ten beson­ders schwe­ren Raub – ist die schul­d­er­hö­hen­de Berück­sich­ti­gung des zunächst gege­be­nen Voll­endungs­vor­sat­zes im Rah­men der Prü­fung der Schwe­re der Schuld jeden­falls dann rechts­feh­ler­haft, wenn nicht der Umstand der frei­wil­li­gen Abkehr von die­sem Vor­satz glei­cher­ma­ßen in den Blick genom­men wird.

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Bei­hil­fe zum Raub – und die blo­ße Kennt­nis von der Tat

Wegen Bei­hil­fe wird gemäß § 27 Abs. 1 StGB bestraft, wer vor­sätz­lich einem ande­ren zu des­sen vor­sätz­lich began­ge­ner rechts­wid­ri­ger Tat Hil­fe leis­tet. Die­se Hil­fe­leis­tung muss sich auf die Bege­hung der Haupt­tat zwar nicht kau­sal aus­wir­ken; erfor­der­lich ist aber, dass sie die Haupt­tat zu irgend­ei­nem Zeit­punkt zwi­schen Ver­suchs­be­ginn und Been­di­gung in irgendeiner

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Raub – und die fina­le Ver­knüp­fung zwi­schen Gewalt und Wegnahme

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung muss zwi­schen der Dro­hung mit oder dem Ein­satz von Gewalt und der Weg­nah­me beim Raub eine fina­le Ver­knüp­fung bestehen; Gewalt oder Dro­hung müs­sen das Mit­tel zur Ermög­li­chung der Weg­nah­me sein. An einer sol­chen Ver­knüp­fung fehlt es, wenn eine Nöti­gungs­hand­lung nicht zum Zwe­cke der Weg­nah­me vor­ge­nom­men wird, son­dern der

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Raub oder räu­be­ri­sche Erpressung?

Die Abgren­zung von Raub und räu­be­ri­scher Erpres­sung erfolgt nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nach dem äuße­ren Erschei­nungs­bild des ver­mö­gens­schä­di­gen­den Ver­hal­tens des Ver­letz­ten, näm­lich danach, ob der Täter eine frem­de beweg­li­che Sache weg­nimmt oder das Opfer sie ihm über­gibt. Im vor­lie­gend vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat der Ange­klag­te nach den Feststellungen

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Dieb­stahl, Raub – und die Zueignungsabsicht

Die Zueig­nungs­ab­sicht ist gege­ben, wenn der Täter im Zeit­punkt der Weg­nah­me die frem­de Sache unter Aus­schlie­ßung des Eigen­tü­mers oder bis­he­ri­gen Gewahr­sams­in­ha­bers kör­per­lich oder wirt­schaft­lich für sich oder einen Drit­ten erlan­gen und sie der Sub­stanz oder dem Sach­wert nach sei­nem Ver­mö­gen oder dem eines Drit­ten ‚ein­ver­lei­ben‘ oder zufüh­ren will. An dem für

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Raub mit K.O.-Tablette

Der Ein­satz einer K.O.-Tablette erfüllt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht den Tat­be­stand des beson­ders schwe­ren Rau­bes son­dern ledig­lich den Tat­be­stand des § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b StGB. Danach ist ein nar­ko­ti­sie­ren­des Mit­tel – selbst wenn es zu einer vor­über­ge­hen­den Bewusst­lo­sig­keit führt – kein gefähr­li­ches Werk­zeug im Sin­ne des §

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Beson­ders schwe­rer Raub – und das Brech­ei­sen als Waffe

Das Tat­be­stands­merk­mal des Ver­wen­dens im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 Var. 2 StGB umfasst jeden zweck­ge­rich­te­ten Gebrauch eines objek­tiv gefähr­li­chen Tat­mit­tels. Nach der Kon­zep­ti­on der Raub­de­lik­te bezieht sich das Ver­wen­den auf den Ein­satz des Nöti­gungs­mit­tels bezo­gen auf den Grund­tat­be­stand des Rau­bes; es liegt sonach vor, wenn der Täter eine Waffe

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Weg­ge­sto­ßen vom Geldautomaten

Stößt jemand einen Bank­kun­de, der sei­ne Bank­kar­te in den Geld­aus­ga­be­au­to­ma­ten ein­ge­scho­ben und sei­ne Geheim­num­mer ein­ge­ge­ben hat­te; vom Auto­ma­ten weg, wählt einen Aus­zah­lungs­be­trag (hier: von 500 €) und ent­nimmt das vom Geld­au­to­ma­ten aus­ge­ge­be­ne Bar­geld, um sich zu Unrecht zu berei­chern, so liegt hier­in Raub gemäß § 249 Abs. 1 StGB liegt nicht vor. Die

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Nöti­gung zur Her­aus­ga­be von Betäubungsmitteln

Die Nöti­gung zur Her­aus­ga­be von Betäu­bungs­mit­teln kann eine straf­ba­re (räu­be­ri­sche) Erpres­sung dar­stel­len. Der 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hof hat­te zunäcsht beab­sich­tigt abwei­chend von der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung – zu ent­schei­den, die Nöti­gung zur Her­aus­ga­be von Betäu­bungs­mit­teln rich­te sich nicht gegen das Ver­mö­gen des Genö­tig­ten und erfül­le daher nicht den Tat­be­stand einer Erpressung.

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Frei­heits­be­rau­bung – und der Raub

Die Frei­heits­be­rau­bung (§ 239 StGB) tritt im Wege der Geset­zes­kon­kur­renz hin­ter den Tat­be­stand des Rau­bes (§ 249 StGB) zurück, wenn die Frei­heits­be­rau­bung nur das tat­be­stand­li­che Gewalt­mit­tel zur Bege­hung des Rau­bes ist. So liegt es jedoch nicht, wenn der Täger sein Tat­op­fer wäh­rend des mehr­ak­ti­gen Raub­ge­sche­hens über einen Zeit­raum von 15 bis

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Der Schlüs­sel als tat­be­stands­qua­li­fi­zie­ren­de Drohungsmittel

Es reicht zur Erfül­lung des Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stan­des des § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b StGB nicht aus, irgend­ei­nen Gegen­stand zur Über­win­dung des Wider­stands eines Drit­ten ein­zu­set­zen. Nach dem wei­ten Wort­laut der Norm ist es zwar nicht erfor­der­lich, dass das mit­ge­führ­te Werk­zeug oder Mit­tel sei­ner Beschaf­fen­heit nach objek­tiv geeig­net ist, das Opfer durch

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Raub mit Todes­fol­ge – und der qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Gefahrzusammenhang

Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass der für § 251 StGB erfor­der­li­che qua­li­fi­ka­ti­ons­spe­zi­fi­sche Zusam­men­hang nicht nur gege­ben ist, wenn der Täter durch die Nöti­gungs­hand­lung, die der Ermög­li­chung der Weg­nah­me dient, den Tod des Opfers her­bei­führt. Bei einer auf den Zweck der Vor­schrift des § 251 StGB abstel­len­den Betrachtungsweise

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Die frem­de, beweg­li­che Marihuana-Portion

Nicht ver­kehrsfä­hi­ge Betäu­bungs­mit­tel wie das in Anla­ge – I zu § 1 Abs. 1 BtMG auf­ge­führ­te Mari­hua­na kön­nen nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs frem­de beweg­li­che Sachen und damit Tat­ob­jekt eines Rau­bes oder eines Dieb­stahls sein. An die­ser Rechts­auf­fas­sung hält auch der 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs – trotz der von sei­nem bis­he­ri­gen Vor­sit­zen­den Fischer

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Täu­schung oder Wegnahme?

Hat sich der Täter eine Sache durch Täu­schung ver­schafft, so ist für die Abgren­zung des Tat­be­stands­merk­mals der Weg­nah­me im Sin­ne des § 242 StGB von der Ver­mö­gens­ver­fü­gung im Sin­ne des § 263 StGB auch die Wil­lens­rich­tung des Getäusch­ten und nicht nur das äuße­re Erschei­nungs­bild des Tat­ge­sche­hens maß­ge­bend. Betrug liegt vor,

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Raub – mit der Schreckschusspistole

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs unter­fällt eine gela­de­ne Schreck­schuss­pis­to­le nur dann dem Waf­fen­be­griff des § 250 StGB, wenn fest­steht, dass beim Abfeu­ern der Waf­fe der Explo­si­ons­druck nach vor­ne aus dem Lauf aus­tritt und die Waf­fe des­halb nach ihrer Beschaf­fen­heit geeig­net ist, erheb­li­che Ver­let­zun­gen her­vor­zu­ru­fen. Dies ist bei Schreck­schuss­waf­fen nicht selbstverständlich.

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Schwe­re räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die Zah­lungs­frist bis zum Jahresende

Zwi­schen dem Nöti­gungs­mit­tel der Gewalt und der beab­sich­tig­ten Ver­mö­gens­ver­fü­gung dürf­te es am erfor­der­li­chen Final­zu­sam­men­hang feh­len, wenn die For­de­rung nach Zah­lung (hier: von 2.500 €) erst nach dem Gewalt­ein­satz (hier: Gum­mi­ham­mer, Schlä­ge) erho­ben wur­de und das Opfer die Sum­me auch nicht unmit­tel­bar im zeit­li­chen Zusam­men­hang mit der Gewalt­an­wen­dung zah­len soll­te. Auch sdweit

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Raub – und die Zueignungsabsicht

§ 249 Abs. 1 StGB setzt vor­aus, dass die Zueig­nungs­ab­sicht im Zeit­punkt der Weg­nah­me besteht. Im vor­lie­gen­den Fall war die Weg­nah­me der Gegen­stän­de bereits mit dem Aus­brei­ten der Gegen­stän­de des Zeu­gen H. auf der Motor­hau­be des Fahr­zeugs der Ange­klag­ten voll­endet. Da der gefes­sel­te Zeu­ge H. nicht mehr in der Lage war,

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Raub – und die fort­wir­ken­de Gewalt

§ 249 StGB setzt vor­aus, dass die ein­ge­setz­te Gewalt oder Dro­hung Mit­tel gera­de zur Ermög­li­chung der Weg­nah­me ist. Folgt die Weg­nah­me der Anwen­dung der Nöti­gungs­mit­tel zu ande­ren Zwe­cken nur zeit­lich nach, ohne dass die­se fina­le Ver­knüp­fung besteht, so schei­det ein Schuld­spruch wegen Rau­bes aus. Zwar genügt es, wenn die zunächst zu anderen

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Raub mit Reizgas

CS-Rei­z­­gas­s­­pray ist ein „ande­res gefähr­li­ches Werk­zeug“ im Sin­ne des § 250 Abs. 2 Nr. 1 Alt. 2 StGB. Wer sei­nem Opfer die Bril­le her­un­ter­schlägt, ihr dann Reiz­gas aus der mit­ge­führ­ten CS-Rei­z­­gas­s­­pray­­­do­­se aus kur­zer Ent­fer­nung direkt in die Augen sprüht und ihre Hand­ta­sche und ihr Smart-Pho­­ne an sich nimmt, macht sich daher wegen besonders

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Erpres­sung eines Dea­lers – oder: was inter­es­siert uns unse­re Ent­schei­dung von vor 6 Monaten?

Wer einen Rausch­gift­händ­ler oder kurier mit Gewalt oder durch Dro­hung mit einem emp­find­li­chen Übel zur Her­aus­ga­be von Dro­gen nötigt, um sich oder einen Drit­ten zu Unrecht zu berei­chern, macht sich der räu­be­ri­schen Erpres­sung schul­dig. Dies befand jetzt der 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs und scher­te damit wie­der in die bis­he­ri­ge Rechtsprechung

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Ver­such­ter Woh­nungs­dieb­stahl – und das Betre­ten des Hausflurs

Für eine Ver­suchs­straf­bar­keit ist es nicht erfor­der­lich, dass der Täter bereits ein Tat­be­stands­merk­mal ver­wirk­licht hat. Es genügt, dass er Hand­lun­gen vor­nimmt, die nach sei­nem Tat­plan der Erfül­lung eines Tat­be­stands­merk­mals vor­ge­la­gert sind und in die Tat­be­stands­hand­lung unmit­tel­bar ein­mün­den, die mit­hin – aus der Sicht des Täters das geschütz­te Rechts­gut in eine konkrete

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Der erpress­te Dealer

Wer einen Rausch­gift­händ­ler oder kurier mit Gewalt oder durch Dro­hung mit einem emp­find­li­chen Übel zur Her­aus­ga­be von Dro­gen nötigt, um sich oder einen Drit­ten zu Unrecht zu berei­chern, macht sich der räu­be­ri­schen Erpres­sung schul­dig. Die Rechts­ord­nung kennt im Bereich der Ver­mö­gens­de­lik­te kein wegen sei­ner Her­kunft, Ent­ste­hung oder Ver­wen­dung schlecht­hin schutzunwürdiges

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Die geraub­ter Geldkassette

Befin­det sich in einem Behält­nis, das die Täter in ihren Gewahr­sam brin­gen, indes nicht die vor­ge­stell­te wert­hal­ti­ge Beu­te, kann in die­sen Fäl­len nicht wegen eines voll­ende­ten Dieb­stahls oder Rau­bes, son­dern nur wegen (fehl­ge­schla­ge­nen) Ver­suchs ver­ur­teilt wer­den. In dem hier ent­schie­de­nen Fall über­fie­len die Täter ihr Opfer in sei­ner Woh­nung, um

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Räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die Angst vor erneu­ter Gewaltanwendung

Die räu­be­ri­sche Erpres­sung (§§ 253, 255 StGB) erfor­dert eben­so wie der Raub (§ 249 StGB) einen fina­len Zusam­men­hang zwi­schen dem Nöti­gungs­mit­tel und der von dem Opfer vor­zu­neh­men­den ver­mö­gens­schä­di­gen­den Hand­lung. Eine kon­klu­den­te Dro­hung genügt; sie kann sich grund­sätz­lich auch dar­aus erge­ben, dass der Täter dem Opfer durch sein Ver­hal­ten zu verstehen

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Der Trick­dieb­stahl, eine wert­vol­le Arm­band­uhr – und die Hausratversicherung

Ein ver­si­cher­ter Raub liegt bei einem geplan­ten Trick­dieb­stahl vor, wenn der Ver­si­cher­te die Weg­nah­me bereits im Moment der Tat bemerkt, den Gegen­stand noch zu fas­sen bekommt, ihm aber aus die­sem Griff ent­ris­sen wird. Das Tra­gen einer Arm­band­uhr ent­spricht ihrem gewöhn­li­chen Ver­wen­dungs­zweck. Dar­aus ergibt sich grund­sätz­lich auch dann kein Sorg­falts­ver­stoß, wenn

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Schwe­rer Raub – per fes­seln und knebeln

Ein schwe­rer Raub gemäß § 250 Abs. 1 Nr. 1b StGB liegt vor, wenn der Täter oder ein ande­rer Betei­lig­ter am Raub ein Werk­zeug oder Mit­tel bei sich führt, um den Wider­stand einer ande­ren Per­son durch Gewalt oder Dro­hung mit Gewalt zu ver­hin­dern oder zu über­win­den. Als Mit­tel kom­men dabei auch

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Schwe­rer Raub – Schlä­ge gegen den Kopf und die Fra­ge des Vorsatzes

§ 250 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. b StGB setzt zumin­dest beding­ten Vor­satz des Täters in Bezug auf den Ein­tritt der kon­kre­ten Gefahr des Todes vor­aus. Es ver­steht sich indes weder von selbst, dass der Ange­klag­te die Mög­lich­keit erkann­te, den Geschä­dig­ten durch die „hef­ti­gen Schlä­ge gegen Ober­kör­per und Kopf“ in kon­kre­te Lebens­ge­fahr gebracht

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Raub = Nöti­gung + Wegnahme

Für die raub­spe­zi­fi­sche Ein­heit von qua­li­fi­zier­ter Nöti­gung und Weg­nah­me ist maß­geb­lich, ob es zu einer – vom Täter erkann­ten – nöti­gungs­be­ding­ten Schwä­chung des Gewahr­sams­in­ha­bers in sei­ner Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit oder bereit­schaft gekom­men ist. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall besuch­te der Täter eines Mor­gens sei­ne Mut­ter. Spä­tes­tens nach Been­di­gung eines gemein­sa­men Kaffeetrinkens

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Raub – und die fina­le Ver­knüp­fung zwi­schen Gewalt und Wegnahme

Not­wen­di­ge Vor­aus­set­zung für eine Straf­bar­keit wegen Rau­bes ist eine fina­le Ver­knüp­fung zwi­schen dem Ein­satz der qua­li­fi­zier­ten Nöti­gungs­mit­tel und der Weg­nah­me sowie eines räum­lich­zeit­li­chen Zusam­men­hangs der­ge­stalt, dass es zu einer nöti­gungs­be­ding­ten Ein­schrän­kung der Dis­po­si­ti­ons­frei­heit des Gewahr­sams­in­ha­bers über das Tat­ob­jekt gekom­men ist. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung muss zwi­schen der Dro­hung mit oder dem Einsatz

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