Schwe­rer Raub – und die feh­len­de Tat­pro­vo­ka­ti­on in der Straf­zu­mes­sung

Das Gericht darf bei der Prü­fung, ob für die Straf­zu­mes­sung vom Regel­straf­rah­men des § 250 Abs. 2 StGB oder von dem­je­ni­gen für einen min­der schwe­ren Fall nach § 250 Abs. 3 StGB aus­zu­ge­hen ist, nicht zu Las­ten des Ange­klag­ten dar­auf abstel­len, dass die­ser nicht durch eine Pro­vo­ka­ti­on des Geschä­dig­ten zur Tat gedrängt wor­den sei.

Schwe­rer Raub – und die feh­len­de Tat­pro­vo­ka­ti­on in der Straf­zu­mes­sung

Denn damit wür­de es das Feh­len eines mög­li­chen Straf­mil­de­rungs­grun­des straf­er­schwe­rend berück­sich­ti­gen. Dies ist rechts­feh­ler­haft 1.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 13. Juni 2017 – 3 StR 106/​17

  1. st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 24.08.2016 – 2 StR 504/​15, NStZ 2017, 84, 85; Beschluss vom 15.03.2011 – 3 StR 62/​11 5 mwN[]