Scha­dens­er­satz wegen men­schen­un­wür­di­ger Haft­si­tua­ti­on

Das Ober­lan­des­ge­richt Hamm hat in einer aktu­el­len Ent­schei­dung das Land Nord­rhein-West­fa­len ver­ur­teilt, an einen ehe­ma­li­gen Gefan­ge­nen Scha­dens­er­satz in Höhe von 10,00 € pro Haft­tag wegen einer men­schen­un­wür­di­gen gemein­schaft­li­chen Unter­brin­gung in der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Det­mold zu zah­len. Nach Auf­fas­sung des OLG kann von einer men­schen­wür­di­gen Unter­brin­gung nicht mehr die Rede sein, wenn einem Gefan­ge­nen in einer Zel­le weni­ger als 5 qm Grund­flä­che für sich zur Ver­fü­gung ste­hen.

Scha­dens­er­satz wegen men­schen­un­wür­di­ger Haft­si­tua­ti­on

Die­se Vor­aus­set­zun­gen lagen nach Ansicht des Gerichts in dem zu ent­schei­den­den Fall vor, da der Klä­ger in den Jah­ren 2006/​2007 für meh­re­re Mona­te in einer Zel­le mit ins­ge­samt vier Inhaf­tier­ten auf knapp 18 qm unter­ge­bracht war.

Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Hamm vom 18. März 2009 – 11 U 88/​08