Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft zur Ver­fol­gung von Doping­de­lik­ten

Baden-Würt­tem­berg hat eine neue Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft zur Ver­fol­gung von Doping­de­lik­ten ein­ge­rich­tet, die seit 1. April die­ses Jah­res lan­des­weit für Ver­fah­ren zustän­dig ist, in denen es um die Ver­wen­dung von Arz­nei­mit­teln zu Doping­zwe­cken im Freizeit‑, Ama­teur- und Berufs­sport geht. Orga­ni­sa­to­risch ist sie in die Abtei­lung für die Bekämp­fung der Orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät und der Betäu­bungs­mit­tel­kri­mi­na­li­tät der Staats­an­walt­schaft Frei­burg ein­ge­glie­dert. Dort wur­den bereits zuvor Erfah­run­gen mit der Ver­fol­gung von Doping­s­traf­ta­ten gesam­melt.

Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft zur Ver­fol­gung von Doping­de­lik­ten

Nach dem Arz­nei­mit­tel­ge­setz ist es ver­bo­ten, Arz­nei­mit­tel zu Doping­zwe­cken im Sport in den Ver­kehr zu brin­gen, zu ver­schrei­ben oder bei ande­ren anzu­wen­den. Seit Herbst 2007 ist auch der Besitz einer nicht gerin­gen Men­ge bestimm­ter gefähr­li­cher Doping­mit­tel straf­bar. In der Fol­ge stieg die Zahl der Ermitt­lungs­ver­fah­ren in Baden-Würt­tem­berg deut­lich: von 16 Ver­fah­ren im Jahr 2008 auf 335 Ver­fah­ren im Jahr 2011. Im Herbst muss die Bun­des­re­gie­rung eine Eva­lu­ie­rung vor­le­gen.

Der Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft wer­den lan­des­weit alle Ver­fah­ren wegen des Ver­sto­ßes gegen das Arz­nei­mit­tel­ge­setz zuge­wie­sen, deren Gegen­stand die Ver­wen­dung von Arz­nei­mit­teln zu Doping­zwe­cken ist. Das gilt sowohl für den Berufs- und Ama­teur- als auch für den Frei­zeit­sport. Ledig­lich Ver­fah­ren gegen Jugend­li­che sind aus­ge­nom­men, sie wer­den wei­ter­hin am jewei­li­gen Wohn­ort der betrof­fe­nen Jugend­li­chen geführt.