Arz­nei­mit­tel – Funk­ti­ons­arz­nei­mit­tel – Anabolika

Die Aus­le­gung des Arz­nei­mit­tel­be­griffs im uni­ons­recht­li­chen Sin­ne ist durch die Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs bereits in einer Wei­se geklärt, die kei­nen ver­nünf­ti­gen Zwei­fel offen­lässt („acte éclai­ré“). Der Bun­des­ge­richts­hof beab­sich­tigt nicht, von die­ser Recht­spre­chung abzu­wei­chen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber hat in § 2 AMG die Defi­ni­ti­on des Arz­nei­mit­tels nach der Richt­li­nie 2001/​83/​EG zur

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Gewerbs­mä­ßi­ges Han­del­trei­ben mit Dopingmitteln

Die Straf­vor­schrift des uner­laub­ten Han­del­trei­bens mit Doping­mit­teln gemäß § 4 Abs. 1 des Geset­zes gegen Doping im Sport (Anti-Doping-Gesetz – Anti­DopG) ist ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich. Bei der Aus­le­gung des Tat­be­stands­merk­mals „Han­del­trei­ben“ in § 4 Abs. 1 Nr. 1, § 2 Abs. 1 Nr. 2 Anti­dopG ist auf die zu dem gleich­lau­ten­den Merk­mal in § 29 Abs. 1 Nr. 1 BtMG

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Geset­zes­re­form – und das Tatzeitprinzip

Gemäß § 2 Abs. 1 StGB fin­det das soge­nann­te Tat­zeit­prin­zip Anwen­dung, wonach sich die Stra­fe nach dem Gesetz bestimmt, wel­ches zur Zeit der Tat galt. Abwei­chend von die­sem Tat­zeit­prin­zip kann sich die Straf­bar­keit gemäß § 2 Abs. 3 StGB nach dem Meist­be­güns­ti­gungs­prin­zip bestim­men. Danach ist das mil­des­te Gesetz anzu­wen­den, wenn sich die Geset­zes­la­ge seit der

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AG/LG Düsseldorf

Paralym­pi­sche Som­mer­spie­le, rus­si­sche Sport­le­rin­nen – und das Bundesverfassungsgericht

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt blieb jetzt ein Eil­an­trag gegen die Nicht­zu­las­sung von rus­si­schen Sport­le­rin­nen und Sport­lern zu den Paralym­pi­schen Spie­len ohne Erfolg. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt lehn­te den Antrag auf Erlass einer ent­spre­chen­den einst­wei­li­gen Anord­nung ab. Die­se Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts beruh­te auf einer Fol­gen­ab­wä­gung: Mit der Nicht­zu­las­sung der Teil­nah­me an der Abschluss­ze­re­mo­nie der Paralympischen

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Nicht­er­weis­lich­keit einer Tat­sa­chen­be­haup­tung – und die Abwä­gungs­ent­schei­dung des Gerichts

Bei Nicht­er­weis­lich­keit einer Tat­sa­chen­be­haup­tung müs­sen die Gerich­te eine Abwä­gungs­ent­schei­dung tref­fen. Ob Tat­sa­chen­be­haup­tun­gen ver­brei­tet wer­den dür­fen, die weder erweis­lich wahr noch unwahr sind, haben die Fach­ge­rich­te im Wege einer Abwä­gungs­ent­schei­dung zwi­schen Mei­nungs­frei­heit und all­ge­mei­nem Per­sön­lich­keits­recht zu tref­fen. Anlass für die die­se Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts bot ein Ver­fah­ren wegen Doping­vor­wür­fen gegen den

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Pro­fi­sport – und die Schieds­ge­richts­bar­keit des CAS

Der Court of Arbi­tra­ti­on for Sports (CAS) in Lau­sanne ist ein Schieds­ge­richt im Sin­ne von § 1025 Abs. 2, § 1032 Abs. 1 ZPO. Ein nach dem „Ein-Platz-Prin­­zip“ orga­ni­sier­ter inter­na­tio­na­ler Sport­ver­band ist hin­sicht­lich der Zulas­sung der Ath­le­ten zu den von ihm orga­ni­sier­ten Sport­wett­be­wer­ben markt­be­herr­schend. Es stellt kei­nen Miss­brauch der Markt­macht des

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Deut­sche Gerich­te – und die Sportschiedsgerichtsbarkeit

Der Bun­des­ge­richts­hof hält die in den inter­na­tio­na­len Wett­kampf­mel­dun­gen ent­hal­te­ne Schieds­ge­richts­klau­sel zuguns­ten des Court of Arbi­tra­ti­on for Sport (CAS) in Lau­sanne für zuläs­sig und wirk­sam. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ver­lang­te die Eis­schnell­läu­fe­rin Clau­dia Pech­stein von der Inter­na­tio­nal Ska­ting Uni­on (ISU), dem inter­na­tio­na­len Fach­ver­band für Eis­schnell­lauf, Scha­dens­er­satz, weil sie

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Sport­ler-Doping in der DDR – und die Opferentschädigungsansprüche

Die Ver­ab­rei­chung von Doping­sub­stan­zen an eine min­der­jäh­ri­ge Hoch­leis­tungs­sport­le­rin in der ehe­ma­li­gen DDR stellt einen vor­sätz­li­chen, rechts­wid­ri­gen tät­li­chen Angriff im Sin­ne des Opfer­ent­schä­di­gungs­ge­set­zes dar. Das Sozi­al­ge­richt Mag­de­burg hat­te über den Fall einer 1963 gebo­re­nen Sport­le­rin zu ent­schei­den, die zwi­schen ihrem 13. und 20. Lebens­jahr in der ehe­ma­li­gen DDR Hoch­leis­tungs­sport­le­rin in der Abteilung

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Verhandlungstisch

Die Recht­mä­ßig­keit einer Dopingsperre

Auch wenn die zwi­schen den Par­tei­en geschlos­se­ne Schieds­ver­ein­ba­rung unwirk­sam ist, steht die Nich­tig­keit der Schieds­ver­ein­ba­rung einer Aner­ken­nung des Schieds­spruchs nicht ent­ge­gen. Scha­­den­s­er­­satz- und Schmer­zens­geld­an­sprü­che wegen einer Doping­sper­re bestehen nicht, wenn die Doping­sper­re gerecht­fer­tigt war. Hat das Schieds­ge­richt die Sper­re für recht­mä­ßig erklärt, ist das Gericht an die Aus­füh­run­gen des Schiedsgerichtes

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Inver­kehr­brin­gens falsch gekenn­zeich­ne­ter Arzneimittel

Voll­ende­tes Inver­kehr­brin­gen von Arz­nei­mit­teln durch Abga­be an ande­re setzt bei einer Ver­sen­dung vor­aus, dass die Sen­dung in den Zugriffs­be­reich des Emp­fän­gers gelangt. Im vor­lie­gend vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te der Ange­klag­te von Bul­ga­ri­en aus nach Bestel­lun­gen im Inter­net Ampul­len und Tablet­ten gegen Vor­kas­se an Bestel­ler in Deutsch­land ver­schickt. Die­se Präparate

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Doping im Arzneimittelstrafrecht

Regelt der Gesetz­ge­ber die Straf­bar­keit eines Ver­hal­tens durch eine Blan­kett­straf­norm, die auf eine außer­ge­setz­li­che Bestim­mung Bezug nimmt, so muss die vor­ran­gi­ge Bestim­mungs­ge­walt des Gesetz­ge­bers erhal­ten blei­ben. Dies ist bei der Bezug­nah­me von § 95 Abs. 1 Nr. 2a i.V.m. § 6a Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 AMG a.F. auf den jähr­lich aktualisierten

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Die 16jährige Sport­le­rin – und ihre angeb­li­che Ein­wil­li­gung ins Doping

Von einer Ein­wil­li­gung einer 16jährigen Sport­le­rin der DDR in den Gebrauch von Doping­mit­teln kann nicht aus­ge­gan­gen wer­den, wenn sie von ihrem Trai­ner bewusst im unkla­ren gelas­sen gewor­den ist, um was für Sub­stan­zen es sich eigent­lich han­delt. Wegen der aus dem Doping­ge­brauch resul­tie­ren­den gesund­heit­li­chen und wirt­schaft­li­chen Fol­gen ist der Sport­le­rin eine

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Das Inver­kehr­brin­gen von Arz­nei­mit­teln fürs Doping

Wegen Inver­kehr­brin­gen falsch gekenn­zeich­ne­ter Arz­nei­mit­tel gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3a i.V.m. § 8a AMG kann auch jemand ver­ur­teilt wer­den, der ledig­lich wirk­stoff­lo­se Ampul­len und Tablet­ten (Pla­ce­bos) inver­kehr gebracht hat. Sind die Arz­nei­mit­tel nicht in den Zugriffs­be­reich der Bestel­ler gelangt, ist das Inver­kehr­brin­gen nicht voll­endet. Inso­weit kommt nur ein versuchtes

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Der voll­stän­di­ge Infor­ma­ti­ons­zu­gang zur Dopingstudie

Behör­den sind grund­sätz­lich ver­pflich­tet, den Ver­tre­tern der Pres­se die zur Erfül­lung ihrer öffent­li­chen Auf­ga­ben die­nen­den Aus­künf­te zu ertei­len. Der pres­se­recht­li­che Aus­kunfts­an­spruch ist aber allein auf eine infor­ma­ti­ve Mit­tei­lung und auf die Beant­wor­tung kon­kre­ter Fra­gen, nicht aber auf Infor­ma­ti­ons­zu­gang gerich­tet. So kann eine Aus­kunft nicht aus­schließ­lich durch eine Akten­ein­sicht bzw. die

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Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft zur Ver­fol­gung von Dopingdelikten

Baden-Wür­t­­te­m­­berg hat eine neue Schwer­punkt­staats­an­walt­schaft zur Ver­fol­gung von Doping­de­lik­ten ein­ge­rich­tet, die seit 1. April die­ses Jah­res lan­des­weit für Ver­fah­ren zustän­dig ist, in denen es um die Ver­wen­dung von Arz­nei­mit­teln zu Doping­zwe­cken im Freizeit‑, Ama­­teur- und Berufs­sport geht. Orga­ni­sa­to­risch ist sie in die Abtei­lung für die Bekämp­fung der Orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät und

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Doping einer Leistungssportlerin

Im Rechts­streit der ehe­ma­li­gen Leis­tungs­sport­le­rin Grit Breu­er gegen den Hei­del­ber­ger Bio­lo­gen Prof. Dr. Wer­ner Fran­ke hat das Land­ge­richt Ham­burg letz­te­rem jetzt ver­bo­ten, wei­ter zu behaup­ten, Breu­er habe 1985, als sie gera­de 13 Jah­re alt gewe­sen sei, von ihrem dama­li­gen Trai­ner das Doping­mit­tel Oral-Tur­i­­na­­bol bekom­men. Die Par­tei­en strit­ten vor der Pressekammer

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Doping­vor­wür­fe und Spit­zen­sport­ler­för­de­rung der Bundespolizei

Die Eis­schnell­läu­fe­rin Clau­dia Pech­stein hat kei­nen Anspruch dar­auf, wei­ter in der Spit­zen­för­de­rung der Bun­des­po­li­zei zu blei­ben. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin hat einen ent­spre­chen­den Eil­an­trag der Eis­schnell­läu­fe­rin zurück­ge­wie­sen. Pech­stein steht seit 1993 im Dienst des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern, zuletzt im Rang einer Poli­zei­haupt­meis­te­rin. Bis Novem­ber 2009 war sie als „Poli­zei­voll­zugs­be­am­tin (zugleich Spitzensportlerin)“

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