Gewer­be­be­trieb – und sei­ne Abgren­zung zu ande­ren Ein­kunfts­ar­ten

Nach § 15 Abs. 2 Satz 1 EStG und § 2 Abs. 1 Satz 2 GewStG ist eine selb­stän­di­ge nach­hal­ti­ge Betä­ti­gung, die mit Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht unter­nom­men wird und sich als Betei­li­gung am all­ge­mei­nen wirt­schaft­li­chen Ver­kehr dar­stellt, Gewer­be­be­trieb, wenn die Betä­ti­gung weder als Aus­übung von Land- und Forst­wirt­schaft noch als Aus­übung eines frei­en Beru­fes oder einer ande­ren selb­stän­di­gen Tätig­keit anzu­se­hen ist.

Gewer­be­be­trieb – und sei­ne Abgren­zung zu ande­ren Ein­kunfts­ar­ten

Außer­dem müs­sen durch die Tätig­keit die Gren­zen der pri­va­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tung über­schrit­ten wer­den.

Bei der Abgren­zung zwi­schen Gewer­be­be­trieb und der nicht steu­er­ba­ren Sphä­re ist auf das Gesamt­bild der Ver­hält­nis­se und die Ver­kehrs­an­schau­ung abzu­stel­len1.

Eine Leis­tung im Sin­ne des § 22 Nr. 3 EStG ist dage­gen nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ein Tun, Dul­den oder Unter­las­sen, das Gegen­stand eines ent­gelt­li­chen Vor­gangs sein kann und eine Gegen­leis­tung aus­löst2.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. Sep­tem­ber 2016 – 1 StR 575/​15

  1. vgl. BFH, Beschlüs­se vom 03.07.1995 – GrS 1/​93, BFHE 178, 86, BSt­Bl – II 1995, 617; vom 10.12 2001 – GrS 1/​98, BFHE 197, 240, BSt­Bl – II 2002, 291 []
  2. vgl. z.B. BFH, Urtei­le vom 25.02.2009 – IX R 33/​07, BFH/​NV 2009, 1253, unter II. 2.; und vom 28.11.2007 – IX R 39/​06, BFHE 220, 67, BSt­Bl II 2008, 469, unter II. 1., jeweils mwN []