Stif­tung Rhein­land-Pfalz für Opfer­schutz

Der rhein­land-pfäl­zi­sche Jus­tiz­mi­nis­ter hat den Jah­res­be­richt 2010 der Stif­tung Rhein­land-Pfalz für Opfer­schutz vor­ge­stellt.

Stif­tung Rhein­land-Pfalz für Opfer­schutz

Von den 46 im Jah­re 2010 ein­ge­gan­ge­nen Anträ­gen habe der Vor­stand 29 statt­ge­ge­ben. Allein 10 Anträ­ge wur­den von gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen, zum Bei­spiel von Frau­en­häu­sern gestellt. Von den ver­blie­be­nen 36 Anträ­gen sei­en 28 von Frau­en gestellt wor­den. 4 Antrag­stel­ler sei­en Kin­der gewe­sen, die von sexu­el­ler Gewalt in unter­schied­li­chen Erschei­nungs­for­men betrof­fen waren.

Ins­ge­samt leis­te­te die Stif­tung im Jah­re 2010 an Opfer finan­zi­el­le Zuwen­dun­gen im Betrag von 28.684,62 €. So hat die Stif­tung 5000 Euro einem behin­der­ten Opfer eines Betrugs und bru­ta­len Raub­über­falls für die Anschaf­fung eines behin­der­ten­ge­rech­ten Fahr­zeu­ges zur Ver­fü­gung gestellt. Wei­ter­hin wur­den 2500 € einem Ehe­paar aus­ge­zahlt, das durch fahr­läs­si­ge Brand­stif­tung, durch einen Mit­be­woh­ner ver­ur­sacht, obdach­los wur­de. 2500 € wur­den an eine Frau geleis­tet, die das Opfer jah­re­lan­ger Miss­hand­lun­gen durch den eige­nen Ehe­mann war.

Bei den 15 abge­lehn­ten Anträ­gen über­wog als Ver­sa­gungs­grund das Nicht­vor­lie­gen einer finan­zi­el­len Not­la­ge des Opfers auf Grund der Straf­tat. Ren­ten- und Schmer­zens­geld­zah­lun­gen, die des­halb anstel­le eines sons­ti­gen Scha­dens wie­der bean­tragt wur­den, muss­ten nach den Bestim­mun­gen der Sat­zung abge­lehnt wer­den.

Auf­ga­be der Stif­tung Rhein­land-Pfalz für Opfer­schutz ist es, vor allem Opfern von Straf­ta­ten ergän­zen­de finan­zi­el­le Hil­fe zu leis­ten. Sie soll zur Lin­de­rung von Not­la­gen bei­tra­gen, wenn die­sen Men­schen nicht auf ande­re Wei­se gehol­fen wer­den kann. Ein Rechts­an­spruch auf finan­zi­el­le Unter­stüt­zung besteht aller­dings nicht. Mit der Stif­tung sol­len Lücken im gel­ten­den Ent­schä­di­gungs­sys­tem geschlos­sen wer­den. Die Stif­tung unter­stützt dane­ben auch gemein­nüt­zi­ge Orga­ni­sa­tio­nen, die sich für die Betreu­ung von Opfern einer Straf­tat enga­gie­ren. Dabei tritt die Stif­tung nicht in Kon­kur­renz zu bewähr­ten Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen. Gera­de bei der psy­cho­so­zia­len Betreu­ung kann und will die Stif­tung nicht auf die ver­dienst­vol­le Mit­ar­beit der über­wie­gend ehren­amt­li­chen Hel­fer ver­zich­ten. In Koope­ra­ti­on mit die­sen be­währten Ein­rich­tun­gen kann das Ange­bot sinn­voll ergänzt wer­den.